Ort des Gedenkens soll entstehen. Anlässlich des Gedenkjahres 2018 soll ein Gedenkort für die Opfer nationalsozialistischer Gewaltherrschaft enstehen.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 23. Juni 2018 (08:31)
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Gemeinderat Gemeinderatssitzung Symbolbild
Künftig sitzen nur noch 36 statt 37 Mandatare im Gemeinderat, ein Sitz bleibt leer.
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Die Stadtgemeinde Pinkafeld errichtet anlässlich des Gedenkjahres 2018 einen Gedenkort für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Pinkafeld. Eine unabhängige Arbeitsgruppe unter der Leitung des Museumsvereins Pinkafeld soll einen Vorschlag für die Gestaltung erarbeiten. Das hat der Gemeinderat auf Antrag der Liste „Miteinander für Pinkafeld - NEOS“ einstimmig beschlossen. „Die Stadt gedenkt in gebührender Form seiner Opfer des Nationalsozialismus. Das ist ein wertvoller Beitrag im Gedenkjahr 2018. Die Vergangenheit darf nicht vergessen werden. Sie ist das Fundament, auf dem unsere Zukunft baut“, erklärt Gemeinderat Eduard Posch die Beweggründe hinter dem NEOS-Antrag.

Gedenkjahr als Anlass für einen Gedenkort

Die Volkszählung des Jahres 1934, die letzte vor der Vertreibung der burgenländischen Jüdinnen und Juden in Österreich, zählte in Pinkafeld 34 jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger. Im November 1938 meldete Gauleiter Portschy das Burgenland als ersten Gau als judenfrei. Für alle Opfergruppen gibt es historische Belege, zum Teil mit namentlicher Nennung. Für die Widerstandskämpfer gibt es eine Gedenktafel, wobei ein Name fehlt. Das Gedenkjahr 2018 sei ein guter und würdiger Anlass, dass die Stadt in gebührender Form dieser Opfer in Pinkafeld gedenkt.