Schluss mit Discobus?. Die Pinkafelder NEOS wollen ein Jugendtaxi und werden in der nächsten Gemeinderatssitzung einen Antrag dafür einbringen.

Von Eva-Maria Leeb. Erstellt am 22. März 2018 (05:53)
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„Wir wollen, dass die Pinkafelder Jugendlichen flexible, kostengünstige und sichere Fahrten machen können, wann und wohin sie wollen“, sagt NEOS-Gemeinderat Eduard Posch. „Der Discobus wird in Pinkafeld nicht in Anspruch genommen. Jährlich bezahlt die Gemeinde 16.000 Euro dafür. Das Geld ist in das Jugendtaxi besser investiert“, unterstreichen Thomas Mantsch und Viktoria Bittner das Anliegen vieler Pinkafelder Jugendlichen. Zudem würden Pinkafelds Taxibetriebe davon profitieren, da das Geld im Ort bleibe.

„Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass der Discobus zwar praktisch war, jedoch zu unpassenden Uhrzeiten gefahren ist"

Grün-Gemeinderätin Mirjam Kayer sagt: „Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass der Discobus zwar praktisch war, jedoch zu unpassenden Uhrzeiten gefahren ist und daher oft uninteressant war. Freunde aus anderen Ortschaften benutzen schon länger die Jugendtaxigutscheine und sind sehr zufrieden. Deshalb bin ich der Meinung, dass eine Umstellung für die Jugend in Pinkafeld ein Vorteil wäre, da man dadurch nicht an bestimmte Uhrzeiten gebunden ist.“

SP-Bürgermeister Kurt Maczek will am Discobus festhalten. „Wir bleiben dabei, da er wichtig für die Sicherheit ist. Der Discobus ist eine sinnvolle Einrichtung, die auch genutzt wird“, sagt der Stadtchef.

Discobus wichtig für die Sicherheit

Dem widerspricht VP-Vizebürgermeister Friedrich Luisser: „Seitens des Landes werden wir immer darauf hingewiesen effizient zu arbeiten, angesichts der wenigen Pinkafeld-Benutzer des Discobusses kann von Sparsamkeit und Effizienz nicht die Rede sein. Wir sind schon lange für die effizienteste und sicherste Lösungen für Jugendliche, Senioren und alle jene, die diese Transportmöglichkeit temporär brauchen und das ist nicht der Discobus, denn sonst würden nicht immer mehr Gemeinden auf das Jugendtaxi und Senioren+ umsteigen.“

FP-Gemeinderat Thomas Supper sieht den Discobus als nicht mehr zeitgemäß: „Nach eingehender Prüfung des Kosten-Nutzen-Faktors würden wir das Jugendtaxi präferieren.“