Pinkafeld

Erstellt am 01. November 2017, 05:47

von BVZ Redaktion

Skurille Posse um zweites Vizebürgermeisteramt. ÖVP und FPÖ stimmten gegen einen zweiten Vizebürgermeister. SPÖ mit Grüne und Neos dafür, das Amt ging aber an die ÖVP.

Symbolbild  |  Shutterstock/Denis Kuvaev

Bei der konstituierenden Gemeinderatssitzung wurden nicht nur die neuen Gemeinderäte angelobt, auch die Wahl der zwei Vizebürgermeister stand auf der Tagesordnung. Zuvor wurde aber darüber abgestimmt, ob Pinkafeld überhaupt einen zweiten Vize braucht.

Zur Erklärung: Die Burgenländische Gemeindeordnung sieht vor, dass nur Eisenstadt und Rust einen zweiten Vizebürgermeister haben müssen. In allen anderen Gemeinden entscheidet der Gemeinderat per Abstimmung, ob es das Amt überhaupt gibt. Während FPÖ und ÖVP die Besetzung des zweiten Vizes ablehnten, plädierten SPÖ, Grüne und Neos dafür. Alle drei Fraktionen begründeten dies mit dem Arbeitsaufwand, der in einer Gemeinde in der Größe von Pinkafeld zu bewältigen sei.

Abschaffung hätte Einsparung gebracht

Die Freiheitlichen waren, ebenso wie die ÖVP, aus Kostengründen gegen die Besetzung dieser Funktion.

„Die Gemeinde befindet sich in seiner Konsolidierungsphase, an allen Enden und Ecken muss gespart werden. Hier hätte die Politik ein gutes Beispiel geben können“, sagt der neue FPÖ-Gemeinderat Thomas Supper und meint weiter: „Immerhin könnten so rund 3.000 Euro jährlich, das sind 15.000 Euro in dieser Amtsperiode, gespart werden. Mit diesem Betrag könnte so mancher Verein oder gemeinnützige Veranstaltungen tatkräftig unterstützt werden.“

SPÖ, Grüne und NEOS beschlossen mehrheitlich, dass es einen zweiten Vizebürgermeister geben soll. Das Amt übernimmt nun aber Fritz Luisser von der ÖVP. „Die Mehrheit will es so, daher werde ich das Amt auch gewissenhaft ausüben“, erklärt Luisser.