Stadt wird „essbar“. Pinkafeld bewirbt sich um die Ernennung zur „Fairtrade“-Gemeinde und soll nun auch „Essbare Gemeinde“ werden.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 20. April 2018 (05:45)
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Freut sich auf viele Ideen aus der Bevölkerung. Mirjam Kayer.
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Aufgrund des Eschensterbens im Schlosspark mussten einige Bäume gefällt werden. Nun soll der Park wieder neu bepflanzt werden. Bei der vergangenen Gemeinderatssitzung stellten die Grünen Pinkafeld, unter Gemeinderätin Mirjam Kayer, einen Antrag über die zukünftige Gestaltung des Schlossparks in Pinkafeld.

Für das „Fairtrade“-Projekt zuständig. Edi Posch.
BVZ, zVg/Bruckner

Gemeinsam mit einem Mitarbeiter der Gemeinde, Vertretern der einzelnen Fraktionen und einem Gärtner soll eine Begehung des Schlossparks stattfinden. Dabei sollen Ideen gesammelt werden und das Projekt „Essbare Gemeinde“ bestmöglich umgesetzt werden. „Ziel ist es, Bäume, Sträucher, Kräuter zu setzen, die die Bewohner von Pinkafeld sammeln und verwerten können. Beispiele dafür sind Edelkastanien, Himbeersträucher oder Rosmarin“, erklärt Kayer. Der Antrag erhielt von allen vertretenen Fraktionen im Gemeinderat Zustimmung.

Auch die Bewohner von Pinkafeld können ihre Ideen einbringen und sich diesbezüglich bei Gemeinderätin Kayer melden.

Bewerbung als „Fairtrade“-Gemeinde

Die Stadtgemeinde Pinkafeld bewirbt sich um die Ernennung zur „Fairtrade“-Gemeinde. Das hat der Gemeinderat auf Antrag der NEOS einstimmig beschlossen. „Damit setzt die Stadt ein starkes Zeichen, dass sie den fairen Handel unterstützt. Durch ein Engagement für den fairen Handel vor Ort, können die Chancen für ein menschenwürdiges Leben weltweit gesteigert werden. Fairer Handel und regional Einkaufen ergänzen sich und sind wichtige Anliegen“, erklärt NEOS-Gemeinderat Eduard Posch. Ihm wurde auch die Verantwortung für die Betreuung und Koordination des „Fairtrade“-Gemeindeprojektes übertragen.

Als „Fairtrade“-Gemeinde müssen fünf Ziele erreicht werden, an deren Umsetzung jetzt gearbeitet wird. Posch sagt „Die Stadtpolitik zeigt, dass wir als Gemeinde zum engagierten Mitglied eines weltumspannenden Netzwerkes für fairen Handel werden wollen. Darüber hinaus soll das auch eine Anerkennung und Unterstützung jener Initiativen in unserer Stadt sein, die sich engagiert und ehrenamtlich um das Anliegen des fairen Handels bemühen, wie der Weltladen Pinkafeld oder die ‚Fairtrade‘-Schule HLW-Pinkafeld.“ Bis spätestens Ende Juni 2018 will man alle Ziele für die Zertifizierung erreicht haben.