Standortfrage für zweiten Kindergarten vertagt. Bei der Sitzung des Pinkafelder Gemeinderates wurde unter anderem über den Standort des zweiten Kindergartens gesprochen, eine Entscheidung wurde vertagt.

Von Eva-Maria Leeb. Erstellt am 03. Juli 2020 (05:34)
Symbolbild
Shutterstock/Denis Kuvaev

Bei der Gemeinderatssitzung vergangene Woche gab es wieder einiges zu besprechen. So stand unter anderem der Beschluss über den Standort des zweiten Kindergartens auf der Tagesordnung. Die NEOS brachten einen Zusatzantrag ein, der sich mit der Ausarbeitung eines pädagogischen Konzepts für den neuen Kindergarten beschäftigte. Drei Standorte standen zu Wahl, wobei laut SPÖ-Bürgermeister Kurt Maczek der Standort neben der neuen Mittelschule wohl der geeignetste sei.

Die ÖVP verwies wieder darauf, dass es nach wie vor keine Unterlagen, weder Lagepläne noch Kostenaufstellungen gäbe und stellte die Frage, was bei einem Bau neben der NMS vom „Naherholungsgebiet Schlosspark“ übrig bleiben würde. NEOS-Gemeinderat Tom Mantsch drängte auf die Ausarbeitung eines pädagogischen Konzepts bis Ende August. SPÖ-Stadtrat Horst Franz meinte dazu: „Wir haben uns endlich für den Bau eines zweiten Kindergartens entschlossen. Warum müssen wir bei den weiteren Beschlüssen nun einen Sprint hinlegen?“ Nach coronabedingter Auszeit und mitten in der Haupturlaubszeit ein pädagogisches Konzept auszuarbeiten, sei nicht zielführend. „Ich bin für einen gesunden Marathon“, so Franz. „Für das Konzept des neuen Kindergartens sollen sowohl Pädagogen, als auch professionelle Begleitung einbezogen werden. Deshalb ist Ende Oktober eine Zeit, die dafür vorstellbar wäre“, erklärte Bürgermeister Kurt Maczek. Der Beschluss über den Standort wurde in den Herbst vertagt.

Baumschnittplatz und Alststoffsammelstelle

Ein Antrag der ÖVP Pinkafeld beschäftigte sich mit der Optimierung des Bürgerservices. Laut ÖVP-Vizebürgermeister Andreas Stumpf stelle sich die Frage, ob etwa die Öffnungszeiten der Altstoffsammelstelle vor allem für berufstätige Menschen noch zeitgemäß seien. „Für arbeitende Menschen sind die Öffnungszeiten, am Dienstag von 9.30 bis 11.30 und am Freitag von 13 bis 15 Uhr auf alle Fälle sehr schwierig. Wenn man auch am Freitag arbeitet, kann man nur am ersten Samstag hin“, erläuterte ÖVP-Gemeinderätin Andrea Gottweis. Darüber werde man sich, so Bürgermeister Maczek genau so Gedanken machen, wie über eine, von der ÖVP vorgeschlagene Nutzungsordnung und die Einführung von Öffnungszeiten für den Baumschnittplatz und ein Informations- beziehungsweise Wegweisersystem im Rathaus.

Der Antrag der NEOS, einen offenen Bücherschrank am Marktplatz einzuführen (die BVZ berichtete) wurde vom Gemeinderat angenommen.