Studierende waren in Indien im Einsatz. Die Lehrveranstaltung „Global Issues in Healthcare“ brachte vier Studierende aus Pinkafeld nach Indien.

Von Eva-Maria Leeb. Erstellt am 12. März 2020 (03:22)
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In einem Workshop brachten die Studentinnen der FH Pinkafeld den Mädchen in Indien Menstruationshygiene näher und räumten mit Mythen auf.
FH

In der Lehrveranstaltung „Global Issues in Healthcare“ entwickelten 48 Studierende im Bachelorstudiengang Gesundheitsmanagement und Gesundheitsförderung der FH Burgenland in Pinkafeld Gesundheitsförderungskonzepte und Erklär-Videos speziell für die Zielgruppe der Kaste der Mahadalits in Indien. Von Menstruationshygiene und Sexualerziehung bis hin zu Ernährung und Hygiene wurden die Projekte speziell mit dem Schwerpunkt auf Frauenförderung konzipiert, wobei es um die Stärkung und Gleichstellung von Frauen geht. Vier Studierende reisten nun – finanziell unterstützt durch die Österreichische Hochschülerinnenschaft der FH Burgenland – mit ihrer Lektorin Birgit Phillips nach Bihar.

Phillips engagiert sich seit einigen Jahren ehrenamtlich als Gesundheitsbotschafterin für „Sonne International“ und gibt im Rahmen eines von ihr entwickelten „Train the Trainer“-Programmes kultursensible Gesundheitsbildungsworkshops für Lehrkräfte und Sozialarbeiterinnen in Ländern wie Myanmar und Indien. Sie leistet dabei vor allem Entwicklungszusammenarbeit mit den Menschen vor Ort auf Augenhöhe. Vom Engagement ihrer Studierenden ist sie begeistert. „Meine vier Studentinnen haben Großartiges geleistet, viele Workshops abgehalten, dadurch enorm an Selbstbewusstsein und Professionalität gewonnen und nebenbei etlichen Kindern ein breites Lächeln ins Gesicht gezaubert.“

Studierende von der Reise begeistert

Auch die Studierenden schwärmen von den lebensnahen Lehrinhalten im Rahmen ihres Studiums. „Im Kurs wurden uns enorm wichtige Inhalte vermittelt. Außerdem war es großartig, Gelerntes wirklich in ein Konzept zu verpacken, das zur Anwendung kommen kann“, erzählt Studentin Teresa Schreiber und meint weiter: „Dass wir dann wirklich vor Ort mitwirken konnten, war eine extrem tolle Erfahrung und wir wollen Birgits Projekt auch in Zukunft unterstützen.“ Sie seien in eine vollkommen andere Welt eingetaucht, erzählen die Studentinnen. „Die Gastfreundschaft, die uns entgegengebracht wurde, ist unvergleichbar. Die Menschen sind unglaublich herzlich und großzügig. Sie geben einem so viel, obwohl sie doch selber so wenig haben“, sagt Laurien Sebastian. Für Studentin Angelika Hoffellner war ein Highlight der Reise der Workshop zur Menstruationshygiene, den sie gemeinsam mit den Mädchen der Schule in Bakrour durchgeführt haben. „Wir haben erfahren, dass die Menstruation ein absolutes Tabuthema ist, über das viele Mythen existieren“, erklärt sie. „Wir konnten den Mädchen die wichtigsten Fakten näherbringen und viele Unwahrheiten aufdecken. Wir hoffen, damit einen Beitrag zur Verbesserung der Gesundheit dieser Mädchen beigetragen zu haben.“