Verkehrstafel-Chaos sorgt für Wirbel im Marktfeld. Für einigen Wirbel sorgt das seit kurzem geltende Fahrverbot in einem Teil der Marktfeldstraße.

Von Eva-Maria Leeb. Erstellt am 20. Dezember 2018 (05:15)
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Verärgerte Autofahrer? Die Fahrverbotstafel wurde mittlerweile verhüllt.
DMF

Die Marktfeldstraße in Pinkafeld wird von vielen aus dem Raum Wiesfleck kommenden Pendlern als Abkürzung zum Park&Ride beim Flugplatz Pinkafeld genützt. Auch viele andere Verkehrsteilnehmer nehmen diese Abkürzung, wie zum Beispiel die aus dem Raum Wiesfleck kommenden Kunden des Hofer-Marktes und der neuen BIPA-Filiale.

Nun gilt ein Fahrverbot ab der Maria Theresia-Straße bis zur Wiesflecker Straße. Vor allem in den sozialen Medien wird heftig darüber diskutiert, wer nun wie weit mit dem Auto fahren darf und ob Besucher zufahren dürfen.

FPÖ brachte Fahrverbot ins Rollen

FP-Gemeinderat Thomas Supper erklärt: „Von der FPÖ wurde ein Antrag auf verkehrsberuhigende Maßnahmen eingebracht, der einstimmig im Gemeinderat angenommen wurde. In Folge wurde dieser Beschluss vom Verkehrsausschuss, in dem ich kein Mitglied bin, behandelt. Auf Empfehlung wurde die Verordnung eines allgemeinen Fahrverbotes in der Marktfeldstraße zwischen der Wiesflecker Straße und der Maria Theresia-Straße — ausgenommen Anrainer des Marktfeldes — mit großer Mehrheit im Gemeinderat beschlossen.

Aus rechtlichen Gründen wurde nun aber die Zusatztafel ‚ausgenommen Anrainer‘ und nicht die Zusatztafel ‚ausgenommen Anrainer des Marktfeldes‘ verordnet. Nachträglich wurde dann noch vom Gemeinderat beschlossen, dass auch Radfahrer vom Fahrverbot ausgenommen werden sollen. Eine entsprechende Zusatztafel wird daher vermutlich zu einem späteren Zeitpunkt montiert.“

Posch: „Das Fahrverbot gehört sofort weg“

VP-Vizebürgermeister Andreas Stumpf, dessen Partei schon seit Jahren ein Gesamtverkehrskonzept für Pinkafeld fordert, sieht das beschlossene Fahrverbot als Negativbeispiel einer kurzsichtigen und unprofessionellen Betrachtung, was durch die Verhüllung der Verkehrszeichen bestätigt werde.

NEOS-Gemeinderat Eduard Posch erklärt: „Die Maßnahme hat den Praxistest nicht bestanden. Da lagen wir mit unserer Einschätzung im Gemeinderat nicht richtig. Daher müssen wir uns noch einmal zusammensetzen und eine bessere Lösung finden. Jedenfalls gehört das Fahrverbot sofort weg.“ Grün-Gemeinderätin Mirjam Kayer sieht zwar eine positive Auswirkung auf die Wohnqualität in der Marktfeldstraße, jedoch auch eine Verlagerung des Problems auf andere Straßen. „Hier braucht es ein gut durchdachtes Konzept“, so Kayer.

SPÖ will sich um „Lösung bemühen“

SP-Vizebürgermeister Franz Rechberger sagt: „Durch den Gemeinderat wurde in diesem Sinne eine Verordnung beschlossen, die von der Bezirksbehörde so nicht umgesetzt wurde. Daher werden wir uns um eine andere Lösung bemühen.“