Von der Tafel auf den Bildschirm

Carina Zartl unterrichtet Schulkinder mithilfe cooler Videos. Ideen dafür kommen vom Bruder, der in China wegen der Corona-Krise seit Wochen Online-Unterricht hält.

Erstellt am 25. März 2020 | 04:30
Lesezeit: 1 Min
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Symbolbild Schule Schüler Lernen
Symbolbild
Foto: Fabio Principe/Shutterstock

440_0008_7846882_owz13cari_corona_carina_zartl.jpg
Holt sich Ideen vom Bruder aus China. Carina Zartl.
Foto: zVg

Da steht die Frau Lehrerin im Garten und zeigt ihren Taferlklasslern wie Krokusse und Primeln aussehen und was deren Besonderheiten sind. An und für sich ein normaler Unterricht für eine erste Klasse Volksschule, würde Carina Zartl an der Schultafel und nicht in ihrem eigenen Garten stehen und würden die Kinder im Klassenzimmer sitzen und den Unterricht nicht am Handy oder iPad von zuhause aus verfolgen.

Es ist gerade jetzt wichtig neue und zum Teil natürlich auch ungewohnte Wege zu gehen, die man im normalen Schulleben so wahrscheinlich nicht bestreiten würde.“ Benjamin Posch

„Um den Kindern in Zeiten wie diesen auch weiter das Gefühl zu vermitteln, mit ihnen verbunden zu sein, habe ich mich zusätzlich zum vorgegebenen online-Lernplan dazu entschieden, den Eltern Videos zu schicken, in denen ich die Aufgaben des Tages erkläre. So lastet nicht die ganze Verantwortung auf den Eltern, die Kinder sehen und hören mich und die Eltern schicken mir dann wiederum die fertigen Hausaufgaben der Kids, damit ich einen Überblick über deren Lernfortschritte habe“, erzählt die Pinkafelderin.

440_0008_7846883_owz13evacoronabenjaminposch.jpg
Unterrichtet in China schon seit mehreren Wochen von zu Hause aus und liefert Ideen. Benjamin Posch.
Foto: BVZ

Ideen dafür holt sich die Pädagogin auch von ihrem Bruder Benjamin Posch, der in einer deutschen Grundschule in Shenyang, China, wegen der Corona-Vorfälle bereits seit Wochen auf digitalen Unterricht umgestellt und sogar ein Indoor-Fitnessprogramm entwickelt hat. Posch dazu: „Es ist gerade jetzt wichtig neue und zum Teil natürlich auch ungewohnte Wege zu gehen, die man im normalen Schulleben so wahrscheinlich nicht bestreiten würde.“ Ungewöhnliche Umstände erfordern bekanntlich ungewöhnliche Maßnahmen – umso schöner, wenn dabei Groß und Klein etwas lernen.