Verkehr soll raus aus der Oberwarter Innenstadt

Verkehrsberuhigende Maßnahmen sollen Anrainer entlasten. Die Hauptstraße als Begegnungszone ist auch im Gespräch.

Carina Fenz
Carina Fenz Erstellt am 16. September 2021 | 05:30
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Stefan Rath (VP) ist Obmann des Ausschusses für Verkehr, Umwelt und Sicherheit.
Foto: BVZ

Im Frühjahr ist Stefan Rath Helmut Gabriel (beide ÖVP) als Obmann des Ausschusses für Verkehr, Umwelt und Sicherheit nachgefolgt. In den vergangenen Monaten gab es für den Neo-Ausschussobmann auch so einiges zu tun. Die Stadt pulsiert, der Verkehr wird immer mehr. „Und genau darum müssen wir alles daran setzten, dass Oberwart eine lebenswerte Stadt bleibt, oder noch lebenswerter wird“, erklärt Rath.

10.000 Pkws fahren täglich durch die Stadt

Einen ersten Erfolg will man sich damit verschaffen, den Verkehr aus der Innenstadt zu verbannen. „Natürlich nicht alle Pkws, aber das Problem ist, dass knapp 10.000 Pkws täglich durch die Stadt fahren und wenige davon der Stadt auch Wertschöpfung bringen, weil sie mit dem Weg durch die Stadt einfach nur ihre Route abkürzen“, erklärt Rath.

„Das liegt auch daran, dass die Hauptstraße eine Landesstraße ist und sie natürlich auch in Navigationsgeräten immer als hochrangige Straße angezeigt wird“, schildert Rath. Im Zuge eines Grundstückstauschs, will man die Hauptstraße ins Gemeindeeigentum übernehmen, „um endlich verkehrsberuhigende Maßnahmen setzen zu können“, kündigt Rath an.

Dafür holt man sich aktuell auch aus der Bevölkerung Hilfe. „Mit der Bürgerbeteiligung zum Thema ‚Innenstadt Neu‘ wollen wir vor allem die Anrainer miteinbinden, denn sie sind es, die am meisten durch den vielen Verkehr leiden“, meint Rath, der auch voller Ideen sprudelt. „Blickt man auf die Wiener Mariahilferstraße, dann kann man sehen, wie positiv sich Straßenzüge entwickeln, wenn der Verkehr weniger wird“, so Rath, der sich auch eine Begegnungszone auf der Hauptstraße vorstellen kann, „auch wenn das Thema hinsichtlich des Verdrängungseffekts des Verkehrs sehr komplex ist“, meint Rath.

Stadtbus, Radwege und Verlegung Busbahnhof

Bereits lang diskutierte Themen, wie die Verlegung des Busbahnhofes, der Ausbau von Radwegen und die Installierung eines Stadtbusses, sollen in den nächsten Wochen ebenfalls Fahrt aufnehmen. „In der nächsten Sitzung des Verkehrsausschusses wird dies alles wieder Thema sein“, kündigt Rath an.

Die gesammelten Ideen und Vorschläge, will man seitens des Verkehrsausschusses übrigens in das bereits seit einigen Jahren existierende Verkehrskonzept einarbeiten, „um natürlich die Umsetzung im Budget zu berücksichtigen.“