Zweites Zentrum für Demenz in Oberwart. Das aktuelle Büro der OSG soll nach dem Umzug in die Dornburggasse zu einem zweiten Demenzzentrum ausgebaut werden. Die Planungen sind bereits angelaufen.

Von Carina Fenz. Erstellt am 18. Dezember 2019 (05:58)
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Das aktuelle Bürogebäude der OSG soll in ein zweites Demenzzentrum umgebaut werden. Der Startschuss für die Bauarbeiten könnte im Jahr 2021 erfolgen.
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Immer mehr Menschen leiden in Österreich an Demenz. In Oberwart gibt es seit zwei Jahren am ehemaligen Areal des Magnet-Marktes mit dem „Demenz (im) Zentrum-Seniorenwohngemeinschaft Plus“ ein eigenes Zentrum, indem ausschließlich Menschen mit dieser Erkrankung leben. Dort werden aktuell 24 Bewohner in zwei Wohngemeinschaften betreut. Errichtet wurde das Zentrum von der Oberwarter Siedlungsgenossenschaft (OSG), betreut werden die Menschen von der Diakonie Südburgenland, Initiator des Projekts war Allgemeinmediziner Klaus Peter Schuh. „Demenz ist nach wie vor ein Angstthema, weil sie uns alle betreffen kann. Darum ist es wichtig, Betroffene entsprechend zu fördern, um den Krankheitsverlauf zu verlangsamen und möglichst lange ein schönes Leben zu ermöglichen“, erklärt Schuh.

Die OSG plant daher ein zweites Demenzzentrum in Oberwart zu bauen, verriet OSG-Geschäftsführer Alfred Kollar im Zuge einer Pressekonferenz des Lions-Südburgenland, „der seit 2017 das Demenzzentrum mit 45.000 Euro unterstützt, von 2007 bis Ende 2020 werden insgesamt 90.000 zur Verfügung gestellt“, erklärte Lions Club-Präsident Günter Sinz. „Wir haben bereits Überlegungen angestellt, unser aktuelles Büro in Oberwart soll – nach unserem Umzug in das neue Bürogebäude Ende 2020 – in ein Wohnprojekt für ältere Personen umgebaut werden. Und weil die Nachfrage für die Betreuung im Demenzzentrum sehr groß ist, würde sich der Standort in der Rechten Bachgasse als zweites Demenzzentrum sehr gut anbieten“, so Kollar.

Das Gebäude, welches rund 1.500 Quadratmeter Nutzfläche hat, ist barrierefrei und behindertengerecht und steht im Eigentum der OSG. „Die Planungen sind bereits angelaufen. Ein Umbau könnte nach dem Umzug ins neue Gebäude in der Dornburggasse im nächsten Jahr erfolgen“, kündigt Kollar an.