Rotes Kreuz überlegt Neubau in Oberwart. Der Sanierungsbedarf ist groß, der Platzmangel akut. Deshalb gibt es jetzt Pläne für einen neuen Standort der Bezirksstelle.

Von Vanessa Bruckner. Erstellt am 28. Dezember 2018 (04:36)
Vanessa
Seit 1981 ist das Rote Kreuz Oberwart in der Billrothgasse, gleich hinter dem Krankenhaus, beheimatet. Nun steht ein Neubau vis-a-vis des geplanten neuen Spitals auf dem Plan. Die bestehenden Räumlichkeiten möchte man aber ebenfalls aufrecht erhalten und als Zweigstelle nutzen.

500 Freiwillige, 20 Hauptberufliche, 21 Zivildiener und in Summe zwölf Einsatzfahrzeuge – so die aktuelle Bilanz der Rotkreuz-Bezirksstelle Oberwart. Auf den Punkt gebracht: Im Gebäude in der Billrothgasse herrscht 365 Tage im Jahr und 24 Stunden täglich reges Treiben.

Mit 18.000 Einsätzen pro Jahr verzeichnet die Bezirksstelle Oberwart außerdem burgenlandweit die meisten. Mittlerweile aber ist es platztechnisch eng geworden. Deshalb ist man beim Roten Kreuz Oberwart nun auf der Suche nach einer Lösung.

Landesgeschäftsleiterin Tanja König erklärt: „Das Gebäude am aktuellen Standort ist stark sanierungsbedürftig und außerdem ist der Platzmangel akut. Mit einer Sanierung würden wir das Problem des Platzmangels nicht lösen können. Deshalb wurde in einem ersten Schritt der Neubau ausgeschrieben und das Oberwarter Architekturbüro Schwartz, das die Ausschreibung gewonnen hat, zu weiteren Gesprächen eingeladen.“ In den kommenden Wochen könnten die Planungen für einen Neubau, so König, dann konkret werden.

Aktueller Standort soll erhalten bleiben

Auch einen geeigneten Standort für die neue Bezirksstelle hat man bereits ins Auge gefasst. Tanja König dazu: „Das Grundstück befindet sich gegenüber von jenem, auf dem das neue Krankenhaus errichtet werden soll. Die Lage wäre also wirklich optimal.“

Die Gespräche mit den Grundstückseigentümern laufen bereits, auf die Frage wie groß der Neubau ausfallen soll und wann das Projekt umgesetzt werden könnte, möchte die Geschäftsleiterin des Roten Kreuz Burgenland noch nicht vorwegnehmen, aber so viel ist sicher: „Das alte Gebäude in der Billrothgasse soll auf jeden Fall aufrecht erhalten werden.“