„Let it bee“ in Litzelsdorf. Die Gemeinde Litzelsdorf will mit dem Projekt „Let it bee“ zum Artenschutz beitragen und hat dafür nun einen Wettbewerb gewonnen.

Von Eva-Maria Leeb. Erstellt am 28. September 2019 (14:41)
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Bürgermeister Peter Fassl und Gemeinderätin Eveline Kienberger wollen die Bevölkerung zum Natur- und Artenschutz animieren.
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Das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT) hat 2009 gemeinsam mit dem Naturschutzbund Österreich und vielen weiteren Partnern „vielfaltleben“, die größte heimische Artenschutz-Initiative, gestartet. Diese Initiative unterstützt jetzt Gemeinden, die Projekte zum Schutz von Insekten umsetzen und somit wichtige Partner bei der Erhaltung der Arten- und Lebensraumvielfalt in Österreich sind.

Litzelsdorf ist einer von zwölf Gewinnern

Bei einem Wettbewerb konnten Österreichs Gemeinden ihre Ideen für insektenfreundliche Projekte im Gemeindegebiet einreichen. „Der Umweltgedanke wird in Litzelsdorf schon seit langem groß geschrieben und daher haben wir das Projekt ‚Let it bee‘ eingereicht und gewonnen“, freut sich Bürgermeister Peter Fassl, der von Gemeinderätin Eveline Kienberger unterstützt wird. Litzelsdorf ist eine von nur zwölf Gemeinden in ganz Österreich, die gewonnen hat. 2.000 Euro können für dieses Projekt verwendet werden. Zu den Maßnahmen gehört, dass die Gemeinde glyphosatfrei ist.

Weiters befindet sich im Ortsteil Winkel-Burgstall eine Grünfläche der Gemeinde, die „Schmetterlingswiese“ genannt wird, denn auf der Wiese wachsen Brennnessel und diese dienen als Nahrung für Schmetterlingsraupen.

„Seit 2016 werden entlang der Straßen teilweise die Gräben im Freiland nur im Herbst gemäht. Im Jahr 2018 wurden rund zwei Hektar Blühwiesen für Insekten auf öffentlichen Plätzen angelegt“, sagt Fassl. In der Volksschule und im Kindergarten werde der Naturschutz immer wieder auch durch praxisnahen Unterricht, wie etwa Besuch von Waldpädagogen oder bei ortsansässigen Imkern und Landwirten, gelebt.

„Gebt den Insekten und Bienen einen Lebensraum und mäht nicht immer einen englischen Rasen

Heuer wurde mit der Informationskampagne „Gebt den Insekten und Bienen einen Lebensraum und mäht nicht immer einen englischen Rasen“ gestartet. Zudem kann sich die Bevölkerung Gratis-Saatgut von der Gemeinde abholen, was bislang auch gut angenommen wurde.

„Wir wollen jeden einzelnen Gemeindebürger animieren, seinen Beitrag für den Insektenschutz zu leisten. Durch jeden Quadratmeter stehengelassener Wiese wird ein Beitrag zur Vergrößerung des Lebensraumes der Insekten geleistet“, so der Bürgermeister. Mit dem eigens kreierten Logo sollen die schönsten Gärten und Wiesen ausgezeichnet werden.