Kanzler Kern am Oberwarter Wochenmarkt. Bundeskanzler Christian Kern stattete im Rahmen der SPÖ-Tour durch das ganze Land dem Bezirk Oberwart und dem traditionellen Wochenmarkt in der Bezirkshauptstadt einen Besuch ab. Empfangen wurde er von Landeshauptmann Hans Niessl, der sein ganzes Regierungsteam mit im Gepäck hatte.

Von Michael Pekovics, Carina Fenz und Redaktion, APA. Erstellt am 12. Juli 2017 (13:49)
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Nach einer kleinen Stärkung mit Kaffee und Brötchen fand eine Kundgebung mit einer Rede von Kern statt, der gegen Mittag in Richtung Triest zur Westbalkan-Konferenz aufbricht. Zuvor gibt es aber noch eine Pressekonferenz im Impulszentrum.

Ebenfalls am Programm der SPÖ-Tour steht ein Besuch von Bundesministerin Pamela Rendi-Wagner im Impulszentrum (13 Uhr) und ein Besuch von „Jugend am Werk“ in Rotenturm (15.45 Uhr).

Die Abschlusskundgebung der SPÖ-Tour durch den Bezirk Oberwart geht dann ab 17.30 Uhr in Rotenturm über die Bühne.

Kern sieht "Trendwende" am Arbeitsmarkt

Die SPÖ hob in Oberwart die positive Entwicklung Österreichs und des Burgenlandes hervor. Bundeskanzler Kern betonte die "Trendwende" am Arbeitsmarkt und warb für den Mindestlohn von 1.500 Euro.

In Österreich sei die Arbeitslosigkeit deutlich auf 7,6 Prozent im Juni gesunken, erklärte Kern. Über 60.000 Jobs seien neu dazu gekommen. Er glaube an eine positive Fortsetzung des Trends. Das Burgenland bezeichnete er als "österreichische Erfolgsgeschichte".

Als seine wichtigsten Ziele nannte der Kanzler den Mindestlohn von 1.500 Euro sowie Steuerfreiheit für Löhne und Einkommen bis 1.500 Euro. Weiters sollen drei Milliarden Euro in die Senkung von Lohnnebenkosten investiert werden.

Burgenland als "österreichische Erfolgsgeschichte"

Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ) wies auf die Bedeutung einer ausgewogenen Sozialpartnerschaft hin. Diese müsse die notwendigen Rahmenbedingungen für die Wirtschaft schaffen, aber auch den Arbeitnehmern gegenüber gelebt werden. Ein Beispiel dafür sei der Beschäftigungsbonus.

Landeshauptmann Hans Niessl meinte, er stehe zu "100 Prozent" hinter dem Plan A des Bundeskanzlers. Anders als die anderen Spitzenkandidaten verfüge Kern im Bereich der Arbeitsplätze und der Wirtschaft über eine "sehr, sehr hohe Kompetenz". In Kombination mit der Kompetenz des "Burgenland- und Sicherheitsministers" - Hans Peter Doskozil - sei dies der "Schlüssel zum Erfolg".

Bei der Nationalratswahl wolle die SPÖ Burgenland das vom Prozentsatz her beste Wahlergebnis aller Bundesländer erreichen. Man wolle seinen Beitrag leisten, damit die SPÖ wieder den Auftrag zur Bildung einer Bundesregierung erhalte.

Dass die burgenländische Landesregierung durchaus Werbung für Rot-Blau auch im Bund mache, interessiere ihn nicht besonders, meinte Kern gegenüber der APA. Am 15. Oktober gehe es darum einen Zukunftsplan für Österreich zur Wahl zu stellen. Für dessen Umsetzung gelte es dann Bündnispartner zu suchen.

Abschluss der SPÖ Sommertour im Bezirk Oberwart

Die Halbzeit ihrer diesjährigen Sommertour beendeten die Sozialdemokraten mit einer Veranstaltung im südburgenländischen Rotenturm. Über 1.000 persönliche Kontakte habe man allein in den ersten beiden Tagen verzeichnen können.

„Der Besuch unseres Bundeskanzlers heute toppt diese Zahl bestimmt um ein Vielfaches“, freute sich Landeshauptmann Hans Niessl, der in Rotenturm auch noch Gesundheits- und Frauenministerin Pamela Rendi-Wagner begrüßen durfte. Seit 2002, also seit 15 Jahren veranstaltet die SPÖ Burgenland bereits ihre Sommertour.