Blutspende-Aktion: Der Süden „blutet“ gern. Grippewelle und Urlaubszeit sorgen für Engpässe: Das Rote Kreuz bittet dringend um Blutspenden. Bleibt der Landessüden so spendenfreudig wie die Jahre zuvor?

Von Vanessa Bruckner. Erstellt am 26. Januar 2017 (04:18)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Auf geht´s! Vor allem junge Leute sind rar, wenn es darum geht, Blut zu spenden.
BVZ, zVg

Engpässe an „eingsackeltem“ Blut kommen zwar vor, aber müssen auch schnell wieder aufgefüllt werden. Deshalb ruft das Rote Kreuz aktuell in ganz Österreich Menschen dazu auf, Blut spenden zu gehen.

Kritisches Niveau im Lager

„Die Lagerstände für Blut haben ein kritisches Niveau erreicht“, berichtet auch Tobias Mindler, Pressesprecher des Roten Kreuz Burgenland. „Schuld daran ist vor allem die Grippewelle. Leute, die erkrankt sind, dürfen eine Zeit lang kein Blut spenden.“ Außerdem waren viele Spender über die Feiertage verreist und gleichzeitig haben die Spitäler viel Blut angefordert. In Österreich wird alle 90 Sekunden eine Konserve benötigt, insgesamt kommt man so auf bis zu 350.000 Stück pro Jahr. Blut ist im Notfall durch nichts zu ersetzen und nur 42 Tage lang haltbar.

Bleibt zu hoffen, dass das Burgenland – und der Landessüden – auch diesmal die rettende Obhut ist, denn laut Statistik gehen 4,4 Prozent der Burgenländer Blutspenden. Damit sind wir österreichweit Spitzenreiter.

„Wir bemerken trotzdem leider einen Rückgang "

18 Prozent der Blutkonserven im Burgenland kamen 2015 beispielsweise aus dem Bezirk Oberwart. Hier sind als fleißigste Spender-Gemeinden Rotenturm gefolgt von Pinkafeld und Kemeten anzuführen. Die Stadt Pinkafeld und die Ortschaft Grafenschachen feierten 2016 übrigens Jubiläen. In Pinkafeld schreiten die Einwohner im Zuge von Spendenaktionen seit 45 Jahren zur Nadel, in Grafenschachen feierte man das 35. Jahr.

Im Bezirk Güssing sind die Einwohner von Stegersbach, Eberau und Moschendorf besonders motiviert, mit ihrem Blut im Ernstfall auch Leben zu retten. „Im Bezirk Jennersdorf gibt es nur Spendenaktionen in der Stadt Jennersdorf selbst“, informiert Tobias Mindler abschließend und fügt an: „Wir bemerken trotzdem leider einen Rückgang bei den Blutspenden und es wird immer schwieriger, Menschen dafür zu motivieren. Besonders die junge Generation.“

Alle gesunden Frauen und Männer ab 18 Jahren. Ein Lichtbildausweis ist mitzubringen. Infos zu aktuellen Blutspendeaktionen unter: www.blut.at