Anika Bruckner gibt Einblicke ins Lachyoga. Anika Bruckner ist Lachyoga-Lehrerin. Warum man auch ohne Grund lachen kann und vor allem sollte – ein Bericht.

Von Vanessa Bruckner. Erstellt am 26. Januar 2020 (03:57)
Ausbildung in Indien. Lachen will gelernt sein. Anika Bruckner lernte vom Erfinder des Lachyogas selbst.
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Probleme einfach weglachen können, das wär´s doch! „Das geht auch, manchmal“, erklärt die 30-jährige Anika Bruckner schmunzelnd – und sie muss es schließlich wissen, ist die Riedlingsdorferin doch eine der ersten Lachyoga-Lehrerin des Landes.

Sonniges Gemüt. Jeden Donnerstag um 18 Uhr lädt Anika Bruckner zum Lachclub im Gesundheitszentrum Pinkafeld. Auch eine Lachyoga-Leiter Ausbildung findet von 13. bis 16. Februar statt.
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Der neue Trend Lachyoga hat mit dem klassischen Yoga an sich nicht viel zu tun. „Wir machen keine typischen Yogaübungen dabei, viel mehr geht es darum, richtig zu atmen. Im Alltag schöpfen wir nämlich nie unsere 100 Prozent Atemvolumens aus“, weiß Bruckner. Der neue Trend stammt vom Inder Katarian, ein Yogi, der sich viele Jahre lang mit den Gründen für Depressionen beschäftigte. Anika Bruckner: „Lachen ist oft die beste Medizin, das ist auch der Wissenschaft längst bekannt. Der Körper kennt allerdings keinen Unterschied zwischen einem echten Lachen und einem simulierten. Er schüttet Glückshormone aus, sobald die Mundwinkel nach oben gehen.“ Neben Endorphinen die freigesetzt werden und einer Verbesserung des Atemvolumens, verbrennt man in 10 Minuten, in denen man lacht, aber auch 150 Kalorien. „Das gleicht einem
Ganzkörper-Workout.“

800 Leute kugeln vor Lachen am Boden rum

Anika Bruckner ist ein Jahr lang um die Welt gereist und zufällig zum Lachyoga gekommen. „Die erste Einheit hat mich sofort gefesselt und ich wusste, dass ich das weiter forcieren möchte.“ Also absolviert die Südburgenländerin die Ausbildung dazu beim „Doktor des Lachens“, dem berühmten Yogi in Indien. Wie aber bringt man eine ganze Gruppe, oder, wie in Anikas Fall, gleich unglaubliche 800 Personen auf einem Kongress in Singapur zum Lachen? Mit Kitzeln? „Nein“, sagt sie lachend, „Es gibt gezielte Übungen dafür. Singapur war beeindruckend, das hat mich umgehauen. Die sonst recht strengen Geschäftsleute sind am Boden rumgekugelt vor lauter Lachen, haben ihre Krawatten gelockert, den Gürtel runtergetan und jegliche Etikette für einige Minuten über Bord geworfen.“

Sogenannte Lachclubs gibt es bereits weltweit. „Und jetzt gibt es auch einen in Pinkafeld“, verrät die Gründerin von eben diesem. Wer gerne lacht, mehr lachen möchte oder wem das Lachen viel zu oft vergeht, dem wird bei Anikas Kursprogramm bestimmt geholfen. Alle Infos gibt´s unter www.all-around-anika.at