Bäume im Schlosspark müssen weg

Erstellt am 04. April 2018 | 05:37
Lesezeit: 3 Min
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Forden schnelle Neubepflanzung. FP-Gemeinderat Supper und Stadtparteiobmann Theiler.
Foto: BVZ
Im Schlosspark in Pinkafeld müssen rund 80 Prozent des Baumbestandes gefällt werden. Grund ist das Eschensterben.
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Die Stadtgemeinde Pinkafeld hat damit begonnen, einen Großteil der Bäume im Schlosspark zu fällen. Grund für die radikale Maßnahme ist das Eschensterben. Der Befall ist so stark, dass nahezu 80 Prozent des dortigen Baumbestandes entfernt werden müssen.

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So sehen die geschlägerten Eschen im Inneren aus.
Foto: BVZ

Sämtliche Eschen im Schlosspark in Pinkafeld sind vom Eschentriebsterben betroffen und stellen eine Gefährdung für die Besucher des Parks dar. Besonders bei starkem Wind oder Sturm könnten jederzeit Bäume entwurzelt werden und Äste abbrechen. Experten sind nun zum Schluss gekommen, dass sämtliche Bäume gefällt werden müssen, um eine Gefährdung von Personen auszuschließen.

Das Eschentriebsterben stellt die größte Bedrohung für den Eschenbestand in ganz Europa dar. Eschen sind zäh, trotzen Hitze und Kälte – ein Mikropilz haut sie aber um. Ist ein Baum erst einmal befallen, gibt es keine Alternative zum Fällen, denn die abgestorbenen Bäume sind eine große Gefahr für die Menschen.

Neubepflanzung wird rasch durchgeführt

Bei der vergangenen Gemeinderatssitzung war dies Thema. Um die Neubepflanzung des Schlossparks nach den Schlägerungen zu gewährleisten, wurde von FPÖ-Gemeinderat Thomas Supper im Zuge der Diskussion ein dementsprechender Antrag gestellt. Mit Erfolg, denn das Anliegen der FPÖ traf auf breite Zustimmung im Gemeinderat. Der Antrag wurde einstimmig angenommen.

„Durch den Beschluss des Gemeinderates ist nun die Pflanzung von neuen Bäumen im Schlosspark sichergestellt“, sagen die FPÖ-Gemeinderäte Verena Hofer und Thomas Supper. „Diese Angelegenheit ist der FPÖ Pinkafeld ein besonderes Anliegen“, so der FPÖ-Stadtparteiobmann Christoph Theiler abschließend.

Die Grüne Umweltgemeinderätin Mirjam Kayer sagt: „Ich als Umweltgemeinderätin fordere, dass die Gemeinde als ‚Essbare Gemeinde‘ agiert und etwa Esskastanien setzen soll. Die Bewohner von Pinkafeld können die Kastanien dann im Herbst einsammeln und verwerten.“ Diese Möglichkeit soll nun geprüft werden.

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