Protest gegen Altersheim geht weiter. Der Protest der Bürgerinitiative gegen das geplante Altersheim geht in die nächste Runde.

Von Dorothea Müllner-Frühwirth. Erstellt am 25. Januar 2020 (03:53)
Symbolbild
NOEN, Erwin Wodicka

Das neue Pflegeheim, das am Areal des alten Sportplatzes errichtet wird, sorgt seit einigen Monaten nicht nur für Freude bei der Ortsbevölkerung. Eine Bürgerinitiative übt heftige Kritik am Standort des Neubaus. Im Dezember des Vorjahres gab es dazu bereits ein Rundschreiben an alle Haushalte, nun folgte eine zweite Aussendung mit weiteren Punkten, die beanstandet werden.

Hochwasser weiterhin zentrales Thema

So heißt es beispielsweise in dem Schreiben, dass bereits mehr als 60 Personen sich gegen den Standort aussprechen, und die Zahl steigend ist. Weiter wird bemängelt, dass die Hauptzielgruppe, die pflegebedürftigen Schandorfer, nicht dazu befragt wurden. Auch die Hochwassergefährdung, die bereits im Dezember angesprochen wurde, ist wieder Thema in der Aussendung: „Vor Jahren glaubte man, mit dem Rückhaltebecken zwischen Schachendorf und Dürnbach die Hochwassergefährdung in den Griff zu bekommen. Die Erfahrung zeigte, dass es trotz Berechnungen von Experten zu Überschwemmungen der angrenzenden Straße und Kellern kam. Nicht steuerbar ist nämlich der Oberflächenabfluss nach dem Rückstaubecken“, schreibt die Bürgerinitiative.

„Dass auch eine Neuberechnung und –einstellung zusammen mit weiteren Hochwasserschutzmaßnahmen keine Gewähr bieten, zeigen viele Beispiele österreichweit. Es sei hierbei nur Pinkafeld erwähnt, dass trotz des im Jahre 2017 fertiggestellten Rückhaltebeckens und anderer Hochwasserschutzmaßnahmen dennoch 2018 und 2019 im Ortsinneren neben dem Fluss überschwemmte Straßen und Keller hatte.“ Abschließend wird zur Bauweise Stellung genommen, bei der laut Bürgerinitiative von zwei Ebenen und keiner Unterkellerung die Rede war, und die nach den nun vorliegenden Plänen sich nun doch über drei Ebenen (Obergeschoss, Erdgeschoss und Kellergeschoss) erstrecken soll.

Bürgermeister Werner Gabriel wollte zu der neuerlichen Aussendung der Bürgerinitiative keine Stellungnahme abgeben.