Auf acht Etagen wird Wasabi in Oberwart produziert. In Oberwart könnte ab 2019 auf acht Etagen Wasabi für den Weltmarkt produziert werden – ganz ohne Erde. Die Mittel dazu sollen mittels „Crowdfunding“ aufgebracht werden.

Von Michael Pekovics. Erstellt am 19. April 2018 (05:43)
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Nachhaltig. Der Energiebedarf soll über eine hauseigene 200 kWp-Photovoltaikanlage erzeugt werden – Crowdfunding auf greenrocket.com/phytoniq.
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Als Vorreiter im deutschsprachigen Raum revolutioniert das burgenländische Unternehmen „Phytoniq“ den Wasabi-Anbau. In Oberwart soll eine eigens entwickelte aeroponische Indoor-Farming-Anlage mit einer Produktionsfläche von 2.300 Quadratmeter errichtet werden. Diese ermöglicht die ganzjährige Kultivierung von Wasabi und ist umweltschonender als die Konkurrenz.

Betrieb neben „Mein C+C“ (Pfeiffer) geplant. Steht die Finanzierung, will Geschäftsführer Martin Parapatits im Herbst mit dem Bau starten.PhytonIQ GmbH
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Für die Kultivierung wurde die Aeroponik gewählt, eine substratlose Anbaumethode, bei der die Wurzeln der Pflanzen in der Luft hängend mit einer Lösung aus Wasser und Nährstoffen benetzt werden. Das System soll ohne Pestizide auskommen und deutlich weniger Wasser und Düngemittel benötigen als konventioneller Anbau. Neben der Gastronomie ist vor allem die Pharmaindustrie ein wichtiger Abnehmer von Wasabi.

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Seit 11. April läuft eine Crowdfunding-Kampagne bei „Green Rocket“, bis Montag kamen 170.000 Euro zusammen. Die PhytonIQ GmbH wurde 2017 gegründet und hat zwölf Mitarbeiter. Sie beschäftigt sich mit dem Bau und der Entwicklung von für den Aeroponik-Anbau notwendigen Anlagen. Außerdem wird in einem eigenen Pflanzentestlabor Forschung betrieben.

Die Anlage soll bis Mitte 2019 in Betrieb gehen, die erste Ernte soll es dann schon im November 2019 geben. In weiterer Folge sind bis zu 20 neue Arbeitsplätze möglich.