Zu wenig Kinder für Volksschule und Kindergarten. Die Volksschule in Rettenbach und der Kindergarten in Redlschlag werden wegen zu wenigen Anmeldungen zugesperrt.

Von Daniel Fenz. Erstellt am 18. Juli 2018 (04:19)
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APA/Roland Schlager

Im kommenden Schuljahr hätten im Ortsteil Rettenbach nur mehr sieben Kinder die Volksschule besucht. Daher musste die Gemeinde reagieren, vorige Woche kam der Erlass von der Landesregierung, dass die Schule geschlossen wird. Ebenso wurde der Kindergarten im Ortsteil Redlschlag zugesperrt, es wurden nur acht Kinder angemeldet.

Grund zur Sorge gibt es für die Eltern in der Großgemeinde aber keine. Ab Herbst bilden die Neuen Mittelschule und die Volksschule mit der NMS Lockenhaus einen Cluster. Dafür wird in den nächsten Wochen auch Platz im Gebäude der NMS Bernstein geschaffen. „Das wird notwendig, damit wir auch Räume für die Nachmittagsbetreuung zur Verfügung haben“, erklärt die Ortschefin.

Schüler müssen das Gebäude nie wechseln

In Zukunft ist auch angedacht, eine Kinderkrippe zu errichten. Damit wird der Bildungsauftrag von null bis 14 Jahren erfüllt. „Aus pädagogischer Sicht ist das sehr sinnvoll und positiv, da sich die Kinder schon sehr früh an alle Räumlichkeiten gewöhnen können und 14 Jahre lang das Gebäude nie wechseln müssen.“ Natürlich betrachtet Habetler die Schließungen auch mit einem weinenden Auge: „Jede Schließung ist schlecht für das Dorfleben. Doch in beiden Ortsteilen gibt es ein intaktes Vereinsleben, daher mache ich mir keine allzu großen Sorgen.“

Beim neuen Cluster-Projekt gibt es Vorteile für beide Gemeinden. So können die Lehrer unter beiden Schulen bei Bedarf getauscht werden, die Kosten der Sekretariatskräfte werden vom Bund übernommen. „Wir schauen aktuell, wie wir die Umbauten gestalten können. Die Kosten werden erst ermittelt, wir wollen für die Kinder das Bestmögliche schaffen. Der Umbau ist im Herbst fertig.“