4.000 Anzeigen in zwei Monaten: Radar zeigt Wirkung

Erstellt am 29. August 2018 | 04:49
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Radar Raser Polizei Geschwindigkeit Verkehr Blitzen Verkehrskontrolle Radarbox
Foto: NOEN, www.press-photo.at
Insgesamt 4.000 Anzeigen brachte die stationäre Radarstation in der Schulgasse in den letzten zwei Monaten ein.
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Seit Beginn des Sommers ist die stationäre Radarstation in der Schulgasse in Betrieb und eines merkt man bereits jetzt, die Radarfalle zeigt ihre Wirkung. Insgesamt sind 4.000 Anzeigen in den letzten 60 Tagen erfolgt, das sind rund 60 Anzeigen pro Tag.

Die Boxen sind teilweise Tag und Nacht in Betrieb und können Schnellfahrer in beide Fahrtrichtungen blitzen. Die ersten Anzeigen flattern seit rund zwei Wochen bei den betroffenen Autofahrern ein. 80 Prozent der davon eingehobenen Strafgelder bekommt der jeweilige Straßenerhalter, 20 Prozent das Innenministerium, das auch die Radarboxen finanziert. Die Flut an Anzeigen könnte aber schon bald weniger werden. „Wir müssen jetzt davon ausgehen, dass die Geschwindigkeitsübertretungen ab jetzt zurückgehen, da die Strafen erste Wirkungen bei den Autofahrern zeigen“, wagt Andreas Stipsits, Leiter der Verkehrsabteilung in der Landespolizeidirektion Burgenland einen vorsichtigen Ausblick.

„Wir müssen jetzt davon ausgehen, dass die Geschwindigkeitsübertretungen ab jetzt zurückgehen, da die Strafen erste Wirkungen bei den Autofahrern zeigen“

Der Meinung mancher Lenker, dass es bei der aufgestellten Radarbox in der Schulgasse nur ums Abkassieren geht, kann sich Stipsits nicht anschließen. „Es ist eine vereinfachte Sichtweise, aber Geschwindigkeitskontrollen gehören zu einer Verkehrsstrategie, die österreichweit angewendet wird. Wir wissen, dass unangepasste Geschwindigkeit zu kritischen Verkehrssituationen führt, die sehr oft zu Unfällen führen. Wir zocken die Autofahrer nicht ab, sondern kontrollieren im Sinne der Verkehrssicherheit“, meint Stipsits.

Entscheidendes Kriterium für die Radarbox in der Schulgasse ist laut Stipsits, auch die Tatsache, dass es sich um einen Bereich handelt, in dem trotz verstärkter Überwachung der Polizei keine Senkung des Geschwindigkeitsniveaus erreicht werden konnte. Stadtchef Georg Rosner sieht die stationäre Radarstation „kritisch“ und wünscht sich einen Diskussionsprozess. „In der schulfreien Zeit macht diese Station in der Schulgasse wenig Sinn.“

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