Doskozil lässt 70er-Tempolimit nun prüfen. Landesrat Hans Peter Doskozil reagiert und lässt 70er-Tempolimit prüfen: „Vorbereitungen dafür laufen.“

Von Michael Pekovics. Erstellt am 24. Januar 2018 (05:46)
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Drei beteiligte Fahrzeuge, vier Verletzte. Der Pkw des Deutschen (links oben) krachte in den stehenden Pkw einer 47-jährigen Frau (rotes Fahrzeug), der dadurch wiederum seitlich gegen den entgegenkommenden Pkw einer 39-jährigen Frau geschleudert wurde (rechtes Bild).

Knapp eine Woche nach dem folgenschweren Verkehrsunfall mit drei beteiligten Fahrzeugen auf der B63a, bei dem vier Menschen zum Teil schwer verletzt wurden, gibt es bereits erste Maßnahmen seitens des Landes. Neo-Landesrat Hans Peter Doskozil hat noch in der Vorwoche eine Prüfung der Situation in Auftrag gegeben, sein Ziel ist die Einführung einer 70er-Geschwindigkeitsbeschränkung.

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So kam es zum Crash. Der Lenker des schwarzen Pkw, ein 37-jähriger Deutscher, rammte den roten Pkw einer 47-jährigen Frau aus dem Bezirk, die sich gerade zum Linksabbiegen eingereiht hatte. Durch den Zusammenstoß wurde der Pkw der Frau in den Gegenverkehrsbereich geschleudert, eine 39-jährige Frau aus Oberwart (silberner Pkw), die in Fahrtrichtung Oberwart unterwegs war, konnte nicht mehr ausweichen und rammte das Fahrzeug der 47-jährigen Frau seitlich.

Vorbereitungen für 70er-Limit laufen

„Die zuständigen Stellen bei der Bezirkshauptmannschaft und der Polizei sind gerade dabei, entsprechende Maßnahmen vorzubereiten“, sagt Doskozil, der persönlich für ein 70er-Tempolimit ist. „Die Vorbereitungen laufen, mein Ziel ist die Umsetzung eines Tempolimits.“

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Unfall im Mai 2017. Schon im Vorjahr ereignete sich an derselben Stelle ein Unfall mit mehreren beteiligten Pkw, vor einigen Jahren kam es auch zu einem tödlichen Unfall. Jetzt soll die Kreuzung an der B63a durch ein 70er-Tempolimit entschärft werden.

Dieses hatte direkt nach dem Unfall auch ÖVP-Verkehrssprecher und Oberwarts Bürgermeister Georg Rosner gefordert: „Diese Kreuzung muss rasch entschärft werden.“ Auch im Internet war sich die Mehrheit der Leser auf www.bvz.at bei einer Umfrage einig, dass die Kreuzung entschärft werden muss: 23 Prozent sind für ein Tempolimit, während 32,2 Prozent die Errichtung eines Kreisverkehres befürworten. Und 37,6 Prozent sind sogar dafür, dass die Kreuzung gesperrt wird. Nur eine Minderheit von 7,2 Prozent findet, dass eine Entschärfung nicht notwendig ist.

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Der Unfall an der Kreuzung der B63a zwischen Oberwart und Unterwart war bereits der zweite schwere Crash mit mehreren beteiligten Fahrzeugen innerhalb eines Jahres. Der Einsatz dauerte mehrere Stunden, die Straße wurde für den Verkehr gesperrt. Eine Schwerverletzte wurde nach Graz geflogen, die anderen drei Verletzten wurden ins Krankenhaus Oberwart gebracht und dort versorgt.