Spitalsneubau mit 319 Betten in Oberwart

In Oberwart ist am Dienstagvormittag der Spatenstich für die Errichtung des neuen Krankenhauses erfolgt. Der Neubau mit 319 Betten werde "das Leitspital des Südburgenlandes und der Ostregion Österreichs", sagte Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) beim Festakt. Als Obergrenze für die Errichtungskosten nannte er 235 Millionen Euro.

Aktualisiert am 20. Mai 2020 | 14:57
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Krankenhaus Oberwart Doskozil wird konkret
Der Neubau des Krankenhauses in Oberwart ist die größte Landesinvestition in der Geschichte des Burgenlandes. Die ursprünglich kolportierten Kosten von 160 Millionen werden nicht eingehalten. Der Neubau wird, so Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, über 200 Millionen Euro kosten.
Foto: BVZ

Doskozil erneuerte das Bekenntnis zu den fünf Spitalsstandorten im Burgenland. Er sei "jetzt mehr denn je davon überzeugt", dass es "die richtige Entscheidung" gewesen sei, in Oberwart und in Gols (beides Spitalsneubauten) sowie in Gesundheit und Pflege zu investieren.

Der Verschuldungsgrad des Landes werde sich durch die Coronakrise erhöhen, so der Landeshauptmann. Aber das Burgenland sei "so exzellent finanziell aufgestellt", dass man das heurige Jahr und das nächste Jahr unter den gegebenen Voraussetzungen sicherlich auch finanziell gut bewältigen werde.

Der Krankenhausneubau in Oberwart sei die "größte Baustelle des Burgenlandes". Im Hinblick auf die Coronakrise stellte Doskozil fest, jede Abteilung des neuen Spitals werde eine Isolierstation haben. Schwerpunkte sollen etwa in den Bereichen Onkologie, Dialyse und Herzkatheter liegen.

Das finanzielle Limit für die Errichtung des Spitals bis zur Inbetriebnahme seien 235 Millionen Euro. Dieses Limit dürfe bis zum Zeitpunkt, wo das Spital bezogen und aktiv sei, nicht überschritten werden: "Und daran wollen wir in Zukunft gemessen werden."

Spatenstich Krankenhaus Oberwart from Burgenländische Landesregierung on Vimeo.

"Trotz Corona bleibt unser Zeitplan selbstverständlich aufrecht", betonte der Geschäftsführer der KRAGES (Burgenländische Krankenanstalten Ges.m.b.H.), Hans Peter Rucker: "Es hat sich erneut gezeigt: Unser Team in Oberwart ist bestens aufgestellt und hat bereits seit der Planungs- und Ausschreibungsphase dieses für das Burgenland so wichtige Großprojekt professionell im Griff."

Mit den Erdbauarbeiten soll im Juni begonnen werden. Die Fertigstellung ist laut KRAGES bis zum vierten Quartal 2023 geplant. Übersiedelung und Inbetriebnahme des Neubaus sollen dann bis zum dritten Quartal 2024 abgeschlossen sein. Das Krankenhaus entsteht auf einem 44.800 Quadratmeter großen Grundstück, die überbaute Fläche soll 16.000 Quadratmeter betragen. Für die Patienten sind insgesamt 138 Zimmer mit ein bis vier Betten geplant.

Das Spital soll nach Fertigstellung unter anderem über sieben Operationssäle, einen modernen Ambulanzbereich sowie eine onkologische Tagesklinik verfügen. Für die Planung zeichnet die ARGE Ederer Haghirian Architekten ZT-GmbH, Generalplan GmbH in Graz verantwortlich. Auf der Baustelle werden laut KRAGES bis zu 350 Personen gleichzeitig tätig sein.