Osterhaserl mit großem Herz in Holzschlag

Erstellt am 17. April 2022 | 05:52
Lesezeit: 3 Min
Um Spenden für Kriegsopfer zu sammeln werden Kinder aus Holzschlag kreativ. Und wie! Die Geschichte vom Osterhasen neu erfunden – herzerwärmend.
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Klartext: Den Osterhasen gibt´s natürlich! Allerdings hat er jetzt Helferlein bekommen. Sieben an der Zahl und sie kommen fast ein bisserl daher, wie die sieben Zwerge, nämlich von und hinter den sieben Bergen – oder halt fast, weil Tom, Mara, Max, Sophie, Emma, Clemens und Anika wohnen in Holzschlag und das liegt ja bekanntlich recht „hügelig“.

Den sieben Superstrolchen im Alter zwischen sechs und zehn Jahren wiederum, denen war kein Berg und Hindernis zu hoch, um ihre selbsternannte Mission in Angriff zu nehmen: Kindern aus der Ukraine, zu helfen. Mit einer Spendenaktion, so ehrlich und echt, wie sie nur Volksschüler auf die Beine stellen können. Aus eigenem Antrieb basteln die Kids tagelang bunte Osterkarten und ziehen damit im Ort von Haus zu Haus, um diese gegen eine Spende zu verkaufen.

Dass die Helferlein vom Osterhasen mit dieser Aktion binnen weniger Stunden gleich einmal stolze 1.000 Euro eingenommen haben, macht auch Nicole Bayer, die die Mama von Max, Mara und Tom ist, stolz: „Die Kinder haben aus den Nachrichten im Fernsehen vom Kriegsgeschehen in der Ukraine erfahren und waren ehrlich bestürzt. In der Schule haben sie dann Karten für Ostern gebastelt und so kamen sie auf die Idee, in ihrer Freizeit noch viel mehr davon zu fertigen und diese dann gegen eine Spende herzugeben“, erzählt die dreifach-Mama aus Holzschlag voller Stolz.

Komplett eigenständig für ein Miteinander

Die Ideen für Motive auf den Osterkarten kommen ebenfalls von den kleinen Künstlern selbst. Und so eigenständig, wie sie gemeinsam basteln, so selbstständig ziehen sie an einem Samstagvormittag ganz alleine damit durch ihre Heimatgemeinde Holzschlag, klingeln an fast jede Tür und finden jede Menge begeisterte Käufer für ihre Osterkarten. „Sie waren wirklich ohne erwachsene Begleitung im Dorf unterwegs und haben dabei 800 Euro eingenommen. Verwandte haben dann noch Geld dazugelegt und als die Kinder abschließend ihre eigenen Sparkassen gezückt haben, da ist man als Mama natürlich schon sehr gerührt.“

Stolze 1.000 Euro spenden Max, Mara, Tom, Clemens, Anika, Sophie und Emma jetzt an jene ukrainischen Waisenkinder, die seit Kurzem in Burgauberg wohnen. Klar, dass die engagierten Kids den Spendenbetrag auch selbst überbringen wollen. Frohe Ostern und Berichterstattung folgt!

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