Bad Tatzmannsdorfer Hotelier sperrt Privatwege

Hotelier Karl Reiter hat seine Wege nun für die Öffentlichkeit gesperrt. Nur mehr Hotelgäste sowie Golfclub-Mitglieder und Anrainer, die berechtigt sind, haben Zugang.

Daniel Fenz
Daniel Fenz Erstellt am 12. Juni 2020 | 05:13
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Zutritt nur für Berechtigte. An allen Einfahrtsstraßen zum Hotel und Golfplatz wurden Verbotstafeln aufgestellt.
Foto: Daniel Fenz

In den letzten Wochen herrschte in der öffentlichen Gruppe „Bad Tatzmannsdorf“ auf Facebook Aufregung über die Abschottung und Sperrung des Güterweges von Bad Tatzmannsdorf nach St. Martin in der Wart.

Karl Reiter, Besitzer von zwei Hotels sowie des Golfplatzes, ließ auf den Zufahrtsstraßen zur Anlage „Betreten verboten!“-Schilder aufstellen (siehe Bild). Er nimmt Stellung zur Aufregung: „Wir setzen auf unsere Exklusivität und sind ein privates Unternehmen. Ich muss auch bei jedem Fußballspiel Eintritt bezahlen. Das ist Teil unseres Betriebskonzeptes.“ Für den Hotelier ist es unverständlich, dass einzelne Bürger mit der Aktion und den Verboten nicht einverstanden sind. „Ich verstehe die Dramatik, die hier einige Einzelne schüren, nicht wirklich.“ Reiter beschäftigt 376 Mitarbeiter. Die Gäste wählen sein Areal, da sie die Exklusivität „am Hügel“ schätzen.

SPÖ-Bürgermeister Gert Polster wollte sich dazu nicht wirklich äußern, er meinte dazu nur: „Ich gebe aktuell keine Stellungnahme ab, es wird rechtlich geprüft, und bei der nächsten Gemeinderatssitzung am 30. Juni besprochen.“ Reiter kontert: „Wir befinden uns im Recht. Es ist mein Privatbesitz, natürlich geht es um Grundrecht. Aber wir haben ganz andere Sorgen. Jeder Grundstücksbesitzer kann sich bei uns im Hotel eine Zutrittskarte abholen.“ Danach sollten alle Probleme aus der Welt geschafft sein.

ÖVP-Vizebürgermeister Stefan Laimer hätte gerne schon viel früher eine gemeinsame Lösung gefunden: „Ob es wirklich so weit kommen musste und ein vereinbartes Gespräch der Gemeindeführung mit Karl Reiter, untermauert mit juristischen Expertisen und Gutachten eine gute Kommunikationsbasis für weitere gemeinsame Lösungen sind, bezweifle ich. Kommunikation muss von Anfang an mit allen Beteiligten stattfinden.“