ÖVP: Begleitausschuss soll Neubau-Kosten überwachen. Die ÖVP Burgenland hat am Dienstag anlässlich des Spatenstichs zum Krankenhaus-Neubau in Oberwart einen parlamentarischen Begleitausschuss zu dem Projekt gefordert. Dieser soll den Fortschritt und die Kosten des Neubaus überwachen, stellte Klubobmann Markus Ulram fest. Arbeiterkammer und Gewerkschaft betonten in Aussendungen, der Neubau sichere Arbeitsplätze.

Von APA, Redaktion. Erstellt am 19. Mai 2020 (14:56)
Das alte Krankenhaus Oberwart
BVZ

Seit 16 Jahren werde über die Zukunft des Krankenhauses Oberwart diskutiert, so Ulram. "Die zuerst geplante Sanierung für das Krankenhaus wurde 2013 abgesagt und damit zehn Millionen Euro für die Planung der Sanierung in den Sand gesetzt. Die Kostenschätzungen für den Neubau sind von ursprünglich 140 Millionen auf 300 Millionen in die Höhe geschossen. Diese Entwicklungen sind besorgniserregend und müssen in Zukunft verhindert werden", plädierte der ÖVP-Klubobmann für einen "parlamentarischen Kontrollausschuss".

Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) habe mit diesem Ausbau der Gesundheitsinfrastruktur "die richtigen Weichen für Burgenländer gestellt", so SPÖ-Klubobmann Robert Hergovich. Besonders die vergangenen Wochen hätten bewiesen, wie wichtig ein stabiles Gesundheitssystem und gut ausgerüstete, moderne Spitäler seien: "Alles Geld der Welt wiegt die Gesundheit nicht auf. Bei der Gesundheitsversorgung ist der Spargedanke fehl am Platz."

NEOS begrüßten in einer Aussendung, dass das "jahrelange Planungschaos rund um das Krankenhaus Oberwart" vorerst beendet sei und dass mit dem Neubau begonnen werde. "Jetzt braucht es ein ordentliches Projektmanagement, volle Transparenz, begleitende Kontrolle und ein umfassendes Korruptionspräventionsprogramm", stellte Landessprecher Eduard Posch fest.

Der Spitals-Neubau schaffe in wirtschaftlich schwierigen Zeiten viele neue Arbeitsplätze, betonte ÖGB-Landesvorsitzender Erich Mauersics. Neben der modernsten Infrastruktur garantiere der Neubau zudem "eine zeitgemäße Arbeitsumgebung und optimale Rahmenbedingungen für die Mitarbeiter und damit auch für die Patienten". Von einem "Jobmotor für das Südburgenland" sprach der Präsident der Arbeiterkammer Burgenland, Gerhard Michalitsch. Der Spatenstich des Krankenhauses Oberwart komme "zum richtigen Zeitpunkt".