Ehemalige Volksschule wird Treffpunkt-Zentrum

Die ehemalige Volksschule im Ort wird zum Treffpunkt-Zentrum umgebaut. Mit 300.000 Euro die größte Investition in der Dorfgeschichte.

Vanessa Bruckner Erstellt am 12. Juni 2020 | 05:24
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Um 300.000 Euro soll die alte Volksschule in Spitzzicken in ein Kommunikationszentrum umgebaut werden.
Foto: BVZ

50 Jahre haben die Mauern der alten Volksschule bereits überdauert. Natürlich ist das im Vergleich mit anderen Gemäuern keine bedeutsam große Zeitspanne, aber: Mathematikaufgaben haben Kinder darin seit elf Jahren keine mehr gelöst. So lange nämlich ist es her, seit man die örtliche Schule wegen Kindermangel geschlossen hat. Was außerdem noch schmerzlich, in der knapp 200 großen Einwohnergemeinde Spitzzicken fehlt, ist ein Gasthaus samt Wirt.

„Ein Ort ohne Wirt ist ein toter Ort“, bringt es Ortsvorsteher und Vizebürgermeister Reinhard Kuktits auf den Punkt. Deshalb will man jetzt das Gebäude der ehemaligen Volksschule zu einem Kommunikationszentrum für Alt und Jung umbauen und auch gleich generalsanieren. 300.000 Euro investiert man dafür – der höchste Betrag in der Geschichte des Weihnachtsdorfs. Der Beschluss dafür erfolgte im Gemeinderat einstimmig. „Die Leute brauchen etwas, wo sie sich treffen können, ‚zamsetzen‘ oder auch, um kleine Feiern und Veranstaltungen abzuhalten. Auch die Wahlen werden in Zukunft dann im neuen Kommunikationszentrum abgehalten“, informiert Kuktits im Gespräch mit der BVZ.

Der Baustart ist für Ende Juni geplant

Die Baubesprechung fand vergangene Woche statt. Reinhard Kuktits ist stolz, dass man fast alle Bauaufträge an Firmen in der Region vergeben konnte. „Unser Gasthaus hat mit Anfang des Jahres zugesperrt und aufgrund der Corona-Pandemie ist es jetzt natürlich nicht einfach, einen neuen Wirten zu finden. Umso wichtiger, dass die Bevölkerung ein Kommunikationszentrum bekommt.“

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Baubesprechung. Der Großteil der Aufträge für die Bauarbeiten am neuen Kommunikationszentrum von Spitzzicken wurden an Firmen aus der Region vergeben.
BVZ

Das neue Gebäude soll eine Küche und Sitzplätze für Feierlichkeiten beinhalten, ebenso wie einen Kaffeeautomaten und auch eine Videoleinwand. Kuktits: „Diese sponsert ein Einwohner von Spitz, damit man sich beispielsweise Großevents wie die Fußball-WM gemeinsam anschauen kann.“ Die Bauarbeiten starten am 29. Juni, heuer will man den Innenumbau abschließen, 2021 dann das Außenareal und die Fassade in Angriff nehmen. Der Vize abschließend: „Der Bau wird vom EU-Topf gefördert und Dank gebührt auch unserem Gemeinderat, dem Bürgermeister und dem Land Burgenland, die unser kleines Spitzzicken beim größten Bauvorhaben in seiner Geschichte unterstützen.“