Jüdische Vergangenheit historisch und digital vereint

Erstellt am 21. Februar 2022 | 05:25
Lesezeit: 3 Min
440_0008_8286842_owz07ak_projekte.jpg
Projektvorstellung. Obmann-Stellvertreter Franz Kazinota, Obmann Walter Temmel, Projektmanager Oliver Stangl, Geschäftsführerin Margit Nöhrer (alle südburgenland plus), Bürgermeister Wolfgang Eder, Herta Walits-Guttmann und Matthias Mirth (Schmankerlwirte), Werner Glösl und Norbert Postmann (Verein Zukunft Schlaining).
Foto: suedburgenland plus
Das Projekt „Jüdische Vergangenheit – regionale Zukunft“ bereitet die Geschichte von Stadtschlaining nun digital auf.
Werbung

Bis zum Jahre 1938 hatte Stadtschlaining eine aktive jüdische Gemeinde. Vermehrt setzt man sich nun mit der jüdischen Vergangenheit der Burgstadt auseinander. Aus diesem Grund wurde das Projekt „Jüdische Vergangenheit – regionale Zukunft“ vom Verein Zukunft Schlaining ins Leben gerufen. Um die Bedeutung dieser „versunkenen Geschichte“ digital aufzubereiten, begibt sich das Projekt auf aktive Spurensuche zur Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung der Bevölkerung.

Mit dem Projekt soll eine multimediale Plattform zur Dokumentation, Archivierung und Nutzung des ehemaligen jüdischen Lebens in Stadtschlaining, aber auch mit Anknüpfungspunkten zu anderen ehemaligen jüdischen Gemeinden der Region geschaffen werden. Im Rahmen des Projekts soll eine interaktive Website mit Dokumentationen sowie Ergänzungsmöglichkeiten der BenutzerInnen erstellt werden.

„Die NutzerInnen können persönliche Inhalte selbst ergänzen und mit eigenen, historischen Fotos erweitern“, so Werner Glösl vom Verein Zukunft. Aber auch ein Workshop mit Fokus auf die musikalische Tradition aus der jüdischen Geschichte ist Teil des Projekts.

In Stadtschlaining soll außerdem ein beschilderter Weg durch das jüdische Leben der Stadt entwickelt werden, der unter anderem durch geschulte Guides oder mithilfe einer neu entwickelten App bestritten werden kann. Die Laufzeit des Projekts geht von März 2022 bis September 2024.

Projekt für LEADER- Förderung empfohlen

Das Projekt wurde nun von südburgenland plus ausgewählt und zur Förderung von LEADER empfohlen. Zu den anderen drei ausgewählten Projekten zählen Land:Raum Burgauberg, der Henndorfer Hofladen in Wien und Eing’schmankerlt im Glas. Das Projekt „Jüdische Vergangenheit – regionale Zukunft“ ist das einzige Projekt, das für den Bezirk Oberwart ausgewählt wurde.

„Ein Schwerpunkt bei all unseren Projekten ist der Gedanke, Kräfte zu bündeln, aktive Menschen zusammenzubringen und zu vernetzen. Dadurch kann einfach mehr für unsere Region bewirkt werden“, ist Obmann-Stellvertreter Franz Kazinota überzeugt.

Genau diesen Ansatz und die Vielfalt spiegeln die aktuellen Projekte wider. Im Rahmen einer Online-Umfrage hat die gesamte Bevölkerung die Möglichkeit, ihre Anregungen und Ideen einzubringen. Unter www.suedburgenlandplus.at/umfrage kann man die Gelegenheit nutzen, das Südburgenland mitzugestalten.

Werbung