Testlauf für die Energiezukunft in der Region Oberwart

Zehn Gemeinden beteiligen sich am Projekt „act4.energy“. Jeder, der Energie verbraucht, kann sich beteiligen.

Michael Pekovics
Michael Pekovics Erstellt am 07. März 2018 | 05:37
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Voller Tatendrang. Georg Rosner, Thomas Zeinzinger (lab10 collective eG), Heinz Peter Krammer, Andreas Schneemann, Wilfried Stuckart (Landesdirektor Siemens AG) und Michael Hübner (Bundesministerium, v.l.).
Foto: BVZ

„Das Energiesystem der Zukunft wird regional sein“, brachte es Michael Hübner vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie auf den Punkt. Und genau dieses Ziel verfolgt das österreichweit einzigartige Pilotprojekt „act4.energy“, das von Andreas Schneemann initiiert wurde und am 1. Jänner gestartet ist.

„Regional produzierte Energie soll auch regional verbraucht werden“, bringt Schneemann das Projektziel auf den Punkt. Konkret geht es darum, in den beiden Clustern Oberwart und Stegersbach mehrere Stromproduzenten und -verbraucher zu einem auf Daten basierenden Netz zusammenzuschließen. Die Erkenntnisse daraus sollen dann in weiterer Folge auch auf andere Regionen umlegbar sein, das Ziel ist vervielfältigbare Innovation.

Jeder kann bei der "Energierevolution" mitmachen

„Mitmachen kann jeder, der Energie verbraucht“, betont Schneemann, der sich eine möglichst breite Beteiligung wünscht. Insgesamt zehn Gemeinden beteiligen sich am Projekt, die Photovoltaikanlagen und Stromtankstellen vor Ort werden die ersten Teilnehmer im jeweiligen Cluster sein.

„Im Innovationslabor werden neue, digitale Energiesysteme entwickelt und unter realen Bedingungen getestet, um den gewonnen Photovoltaik-Strom auf kurzem Weg in die Steckdose und das Elektroauto zu bringen und so die Nutzungsmöglichkeiten von erneuerbarer Energie wesentlich zu verbessern“, erklärt Schneemann. „Die Forschung kommt zum Bürger und die Unternehmen haben bereits in einer frühen Forschungsphase die Chance, neue Erkenntnisse zu gewinnen.“