3,5 Millionen für den neuen Radweg in Bad Tatzmannsdorf

Auf der ehemaligen Bahnstrecke entsteht überregionales Vorzeigeprojekt für klimafreundliche Mobilität – Tourismus inklusive.

Daniel Fenz
Daniel Fenz Erstellt am 14. August 2021 | 05:23
440_0008_8147149_owz32dani_ownord_spatenstich_bahndammra.jpg
Einzigartiges Projekt. Josef Wagner, Hans Unger, Georg Rosner, Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, Landesrat Heinrich Dorner, Gert Polster und Ingrid Ulreich führten den Spatenstich durch.
Foto: Daniel Fenz

Seit Anfang Juli laufen die Arbeiten für den überregionalen Radweg von Oberschützen in Richtung Rechnitz auf Hochtouren. Davon überzeugten sich auch Landeshauptmann Hans Peter Doskozil und Landesrat Heinrich Dorner.

Sie übernahmen gemeinsam mit den lokalen Ortspolitikern den Spatenstich für den neuen Radweg, der bis nach Rechnitz führt. „Er ist ein perfektes Beispiel für die Kombination von Alltagsradfahren und touristischem Radfahren“, erklärte der Landeshauptmann beim Spatenstich. In der Zukunft kann man bequem und klimaschonend mit dem Rad seine Wege absolvieren. „Touristen können auf der fast 22 Kilometer langen Strecke die wunderschöne Landschaft genießen und in einen Buschenschank einkehren.“

Als Ziel habe man sich im Land gesetzt, bis 2030 die Anzahl der Wege, die mit dem Rad zurückgelegt werden, zu verdoppeln. „Mit Vorzeigeprojekten wie im Südburgenland setzen wir wichtige Akzente bei unserem Vorhaben und geben dem Fahrrad-Boom einen weiteren Schub“, ergänzte Verkehrslandesrat Heinrich Dorner.

Die Errichtung erfolgt parallel auf zwei Streckenabschnitten. Zum einen auf der 7,150 Kilometer langen Verbindung zwischen den Gemeinden Oberschützen, Bad Tatzmannsdorf und Oberwart. Dort wird bereits seit Juli eifrig gebaut. Zum anderen werden die Gemeinden Großpetersdorf, Hannersdorf, Schandorf, Schachendorf und Rechnitz auf einer Länge von fast 14,5 Kilometern mit dem Radweg verbunden.

50 Prozent werden durch Bund gefördert

Die Fertigstellung ist für Sommer 2022 geplant, die Kosten belaufen sich auf 3,5 Millionen Euro. Dafür gibt es bis zu 50 Prozent „klimaaktiv“-Förderungen durch den Bund.

Die Bürgermeister sehen den Nutzen sowohl für den Tourismus als auch für die Einheimischen: „Es wurden viele Gäste mit der Bahn in den Kur-, Wellness- und Tourismusort gebracht. Ich hoffe und bin mir sicher, dass die Radstrecke auch vermehrt Gäste nach Bad Tatzmannsdorf bringen wird“, so Bad Tatzmannsdorfs Bürgermeister Gert Polster.