Baustellen laufen im ganzen Land wieder. Die Baustellen der OSG, Energie Burgenland und auch jene des Landes laufen seit Dienstag wieder. Der S31-Sicherheitsausbau startet wieder am Freitag.

Von Richard Vogler und Carina Fenz. Erstellt am 15. April 2020 (15:46)
Landesrat Heinrich Dorner, BELIG-Geschäftsführer Gerald Goger, OSG-Chef Alfred Kollar und Christian Jandrisevits, Geschäftsführer der Firma Schwartz Bau schreiten zum symbolischen Akt und öffneten am Dienstag die Baustelle des zukünftigen Hauptquartiers der OSG in der Oberwarter Dornburggasse nach vier Wochen Stillstand wieder.
Carina Fenz

Wegen der von der Regierung verordneten Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie standen in den vergangenen vier Wochen auch zahlreiche Baustellen im ganzen Burgenland still. Darunter auch jene der rund 150 Baustellen der Oberwarter Siedlungsgenossenschaft, der Energie Burgenland und der ASFINAG. Am Dienstag nach Ostern wurden diese gleichzeitig mit allen Landesbaustellen wieder hochgefahren, natürlich unter Einhaltung der von der Regierung, den Sozialpartnern und der Bauwirtschaft im Eilzugstempo ausverhandelten 8 Punkte-Programmes zum Schutz der Arbeitnehmer, die auch für Zulieferer und ausführende Firmen gelten.

„Die Baubranche ist ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor und mit der Wiederaufnahme der Bautätigkeit wird heute schon an die Zeit nach der Krise gedacht“, erklärt Landesrat Heinrich Dorner. Für OSG-Obmann Alfred Kollar war die Schließung aller Baustellen vor vier Wochen alternativlos: „Die Verunsicherung, die damals spürbar war, der unbedingt zu gewährleistende Gesundheitsschutz der Arbeiter und letztlich die gesellschaftliche Solidarität im Lichte der Aussagen, zuhause zu bleiben und soziale Kontakte zu meiden, seien ausschlaggebend gewesen.“ „Der Schutz und die Gesundheit der Bauarbeiter haben auch für uns höchste Priorität,“ so BELIG-Geschäftsführer Gerald Goger.

„Für uns war es daher sehr wichtig und eine unabdingbare Voraussetzung, dass die Firmen die nötige Zeit haben, sich personell und organisatorisch auf diesen Maßnahmenkatalog einzustellen und dass wir unsere Baustellen wieder öffnen. Zurufe von außen konnten uns im Interesse des Arbeitnehmerschutzes hier in unserem Vorgehen nicht beeinflussen“, betonten Dorner, Kollar und Goger einhellig. „Und man ist sich einig - ein wichtiger Schritt für den Wohnbau, den regionalen Arbeitsmarkt und die regionale Wirtschaft.“ Unter strengen Hygienebestimmungen konnte auch die ASFINAG einige Baustellen auf den Autobahnen und Schnellstraßen wieder „in Betrieb“ nehmen, darunter auch den Neubau der Fürstenfelder Schnellstraße S7, wo die ersten Arbeiten seit dem 30. März wieder laufen, insbesondere beim Abschnitt des Tunnels Rudersdorf, der in offener Bauweise errichtet wird. Der Vortrieb wurde am Dienstag wieder gestartet, ebenso die Bauarbeiten am Knoten Riegersdorf sowie bei den Klappbrücken.

Bei der S31 läuft seit längerem der Sicherheitsausbau, welcher durch Corona gestoppt wurde. Die ASFINAG ist aktuell mit den Vorarbeiten beschäftigt, Freitag dieser Woche werden die Arbeiten wieder aufgenommen.