Stadtpark Oberwart: Bäume wurden gefällt. Das ging aber schnell. Am Montag sprach Bürgermeister Georg Rosner mit der BVZ noch über die notwendige Rodung der Bäume entlang der Bahnhofstraße wegen der geplanten Sanierung des Straßenstücks, am Dienstagmorgen wurden die Bäume dann auch schon gefällt

Von Michael Pekovics. Erstellt am 03. Juli 2018 (10:20)
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Seit Montag dieser Woche ist das Parken in der Bahnhofstraße verboten, Grund ist die anstehende Sanierung der Straße. Die Stadt investiert rund 350.000 Euro in diese Maßnahme, die auch zur „Attraktivierung der Innenstadt“ beitragen soll, wie Bürgermeister Georg Rosner (ÖVP) betont: „Funktionierende Infrastruktur ist eine unserer Kernaufgaben. Außerdem tragen wir dazu bei, die Stadt noch schöner und lebenswerter zu machen.“

„Es hilft nichts, die Bäume müssen weg“

Weniger Grund zum Jubeln wird es angesichts der Tatsache geben, dass aufgrund der geplanten Straßensanierung die Bäume im Stadtpark entlang der Bahnhofstraße gefällt werden müssen. „Es hilft nichts, die Bäume müssen weg“, bedauert Rosner. „Wir können die Bäume nicht erhalten, durch die Arbeiten wäre das Wurzelwerk so stark beschädigt worden, dass sie vermutlich in den kommenden Monaten abgestorben wären. Die Wurzeln haben außerdem bereits den Asphalt gehoben und liegen sehr nahe an der Oberfläche“, erklärt der Stadtchef.

Rodung für Straßensanierung. Die das Stadtbild prägenden Bäume entlang der Bahnhofstraße werden bald der Vergangenheit angehören. Sie hätten laut Angaben der Stadt die Bauarbeiten nicht überlebt.
BVZ, Pekovics

Seitens der Gemeinde ist eine Ersatzpflanzung vorgesehen, eventuell kann auch der eine oder andere Baum stehen bleiben, wie Rosner sagt: „Wir werden von Baum zu Baum einzeln entscheiden.“ Rosner verspricht jedenfalls, dass mehr Bäume als jetzt gesetzt werden: „Nicht nur kleine, da werden auch große dabei sein.“ Größer wird auch das Angebot an Parkplätzen, denn der Winkel der Stellplätze auf der Seite des Stadtparks wird von 45 Grad auf 60 Grad vergrößert. Das hat zur Folge, dass man künftig auch rückwärts in die andere Fahrtrichtung ausparken kann. „Außerdem wurde die Baufirma seitens der Stadt damit beauftragt, während der Bauarbeiten den ungenutzten Schotterplatz beim Bahnhof anzumieten, damit genügend Parkflächen für Kunden und Anrainer zur Verfügung stehen“, sagt Rosner.

Holztransporte: Raus aus dem Stadtgebiet

Erfreulich sei die Zusage des Landes, so Rosner, dass die Holztransporte künftig nicht mehr durch die Stadt fahren werden, die Holzverladestelle also – wie bereits lange im Gespräch – nach Rotenturm verlegt wird. Dazu fehlt aber noch der Kauf der Bahnstrecke Oberwart-Großpetersdorf durch das Land, der Vertrag über die Übernahme der Strecke soll kurz vor der Unterzeichnung stehen.