Kunterbunte Strickerei aus Oberwart. Mit ihren außergewöhnlichen Kreationen begeistert Dagmar Frühwirth-Sulzer seit dem 16. Juli ganz Oberwart. Sie strickt aus Leidenschaft.

Von Sara Schabhietl, Bettina Homonnai und Magdalena Gangl. Erstellt am 04. August 2019 (03:31)
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Hat sich mit „Strick Madame“ einen Lebenstraum erfüllt. Die leidenschaftliche Strickerin Dagmar Frühwirth-Sulzer bietet Strickzubehör und Strickkurse an.
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„Ein Tag ohne Stricken ist ein verlorener Tag“, so schwärmt die leidenschaftliche Strickerin Dagmar Frühwirth-Sulzer. Sie machte ihr Hobby zum Beruf. Seit dem 16. Juli leitet die 60-Jährige ihr Einzelunternehmen „Strick Madame“ in Oberwart. Dagmar schuf eine Räumlichkeit, wo aber auch andere Leute ihrer Kreativität freien Lauf lassen können.

„Ein Tag ohne Stricken ist ein verlorener Tag“

Sie möchte ihre Liebe zum Stricken nicht für sich behalten, sondern so viele Menschen wie möglich damit begeistern. Neben Wolle, Stricknadel und weiterem Zubehör bietet die lebensfreudige Strickerin auch Kurse für die eigens entdeckte „Kluge Strickart“ an. Mit dieser besonderen Art hat man die Möglichkeit, Muster in seine Stücke einzubauen. Wer Lust hat, eigene Kleidungsstücke zu kreieren, kann den dreistündigen Einsteigerkurs „Kluge Strickart“ für 35 Euro besuchen. Ein 50 Gramm selbstgefärbtes Wollknäuel, sowie frische Früchte und Kaffee sind im Preis mitinbegriffen.

Doch, was gefällt Dagmar nun so gut am Stricken, dass sie es schon seit ihrer Kindheit ausübt? „In unserer Zeit, wo alles so schnell ist und jeder nur mehr Stress hat, ist das Stricken etwas Beruhigendes. Andere gehen zum Psychologen, ich stricke“, erklärt die Einzelunternehmerin von „Strick Madame“. Ein wichtiger Aspekt ihres Hobbys ist die Nachhaltigkeit. Ein selbst gestricktes Kleidungsstück behält man viel länger als ein T-Shirt, das man so nebenbei gekauft hat. Jedes ihrer Wollknäuel ist einzigartig, da es nicht industriell hergestellt wurde, sondern von anderen Einzelunternehmen eingefärbt wurde.

„Mein Strickzeug habe ich immer in meiner Tasche, egal wo ich hingehe“,

„Mein Strickzeug habe ich immer in meiner Tasche, egal wo ich hingehe“, erklärt Dagmar. Sie versucht, jeden Tag mindestens 30 Minuten zu stricken. Oftmals, wenn sie nicht schlafen kann, lenkt sie sich mit dem Stricken ab. Manchmal strickt sie einfach darauf los, ohne zu wissen, ob es ein Pulli oder ein Schal wird. Durch ihre farbenfrohe besondere Kleidung möchte Dagmar sich auch von der Menge abheben und einzigartig sein.