Oberwart , Jennersdorf , Güssing

Erstellt am 16. März 2019, 04:06

von Carina Fenz

Schülerzahlen sind durchwachsen aber stabil. Im Bezirk Oberwart ist die Zahl der Volksschüler leicht gestiegen, im Bezirk Jennersdorf die der NMS-Schüler. Ein Plus bei den Gymnasien gibt es in Güssing.

Symbolbild  |  Oksana Kuzmina/Shutterstock.com

Burgenlandweit verzeichnen für das kommende Schuljahr vor allem die Neuen Mittelschulen (NMS) deutliche Rückgänge bei den Anmeldungen. Insgesamt beginnen 2019/20 nach derzeitigem Stand 1.575 Schüler an den NMS, was ein Minus von 170 Schülern bedeutet. Einziger fast „logischer“ Ausreißer in diesem Abwärtstrend ist der Bezirk Jennersdorf (plus 23 Schüler), der über kein eigenes Unterstufengymnasium verfügt.

 |  BVZ

Einen Trend weg von den NMS will Bildungsdirektor Heinz Josef Zitz daraus aber nicht erkennen: „Die vorläufigen Schülerzahlen zeigen einmal mehr, dass der Trend in der Unterstufe mit 2/3 NMS-Schülern zu 1/3 AHS-Schülern weiter anhält. Für das kommende Schuljahr ist die Zahl der Schüler im burgenländischen Schulwesen etwas rückläufig. Dies hat auch mit geburtenschwächeren Jahrgängen zu tun und ist regional unterschiedlich.“

AHS mit vergleichsweise geringem Rückgang

Vergleichsweise „milde“ fällt dagegen freilich der Rückgang an AHS-Schulanfängern mit einem Gesamtminus von 39 Schülern aus. Einen Zuwachs konnten nur zwei Standorte verbuchen, Oberpullendorf mit plus einem Schüler und der Bezirk Neusiedl mit plus 13 Schülern.

Äußerst positiv, trotz des Gesamtrückgangs an Schülern, blickt aber Robert Antoni, Direktor vom Gymnasium Güssing auf die Zukunft seiner Schule. Das Gymnasium Güssing ist eine AHS mit modularer Oberstufe. Sie bietet neben der Allgemeinbildung mit den Schwerpunkten Sport, Naturwissenschaften, Musik und Informatik als Besonderheit auch Berufsausbildung an, was laut Antoni „ein besondere Vorteil für die Schule ist.“

Seit dem heurigen Semester gibt es neben der Maturavorbereitung auch durch die Kooperation des Gymnasiums, des Vereins „Freunde des Gewerbe-Gymnasiums“ und des Flugplatzes Punitz, die Möglichkeit zur Basisausbildung für den Privatpilotenschein geben. Ein Grund dafür, warum auffallend viele Schüler, nämlich insgesamt 77, ab dem kommenden Schuljahr im Gymnasium ihre Ausbildung beginnen. „Wir haben gemerkt, dass die Schule dadurch medial sehr präsent war und wir viele Schüler aufmerksam machen konnten. Außerdem gibt es großes Interesse an der Sportklasse, die im kommenden Jahr 28 neue Schüler besuchen werden“, erklärt Antoni. Ein besonderer Vorteil dabei: „Wir bieten hier die Ausbildung zum Fitnessbetreuer an, was den Schülern dann parallel zum Studium, sollten sie diesen Weg einschlagen, eine Berufsmöglichkeit anbietet“, so Antoni.

„Unser Ziel im Bildungsbereich muss sein, die Potenziale der Schüler auf allen Ebenen bestmöglich zu fördern“, sagt Landesrätin Daniela Winkler abschließend.