Volksschulen Goberling und Rettenbach vom Aus bedroht. Rund einhundert Schüler weniger als zuletzt beginnen im Herbst mit der Volksschule. Fünf Kleinst-Schulen in der „Schwebe“, davon vier im südlichen Burgenland.

Von Michael Pekovics. Erstellt am 14. Februar 2018 (05:28)
zVg
„In der Schwebe“. Die Zukunft der Volksschulen in den Ortsteilen Goberling (Stadtschlaining, links) und Rettenbach (Bernstein, rechts) ist ungewiss. Bernsteins Bürgermeisterin Habetler hofft auf „Cluster- oder Verbundlösung“, die den Fortbestand sichern soll. 

Goberling, Rettenbach, Moschendorf, Großmürbisch und Kroatisch Minihof – das sind die fünf Volksschulen im Burgenland, die im kommenden Schuljahr voraussichtlich von weniger als zehn Kindern besucht werden.

BVZ, zVg
„In der Schwebe“. Die Zukunft der Volksschulen in den Ortsteilen Goberling (Stadtschlaining, links) und Rettenbach (Bernstein, rechts) ist ungewiss. Bernsteins Bürgermeisterin Habetler hofft auf „Cluster- oder Verbundlösung“, die den Fortbestand sichern soll.

Im Fall der Güssinger Volksschulen Moschendorf und Großmürbisch haben sich die Ortschefs schon festgelegt und angekündigt, die Schule unter allen Umständen weiterführen zu wollen. Das liegt deshalb in ihrer Hand, weil es sich um die einzigen Volksschulen in der Gemeinde handelt, die Schließungszahl zehn gilt nur für zusätzliche Schulen in den Ortsteilen.

Ähnliche Signale kommen auch aus Bernstein, wo Bürgermeisterin Renate Habetler betont, dass „die Schließung der Schule in Rettenbach noch nicht definitiv ist“, sie hoffe auf eine Möglichkeit, die Schule weiter zu erhalten. „Vielleicht in Form einer Clusterlösung oder eines Schulverbundes“, sagt die Ortschefin und will das Gespräch mit Bildungsdirektor Heinz Josef Zitz suchen.

Zukunft bleibt offen

Wie es in Goberling, einem Ortsteil von Stadtschlaining weitergehen soll, konnte nicht eruiert werden – Bürgermeister Markus Szelinger war zu Redaktionsschluss nicht erreichbar, mehr dazu dann in der kommenden Ausgabe der BVZ.

Im Landesschulrat betont man, dass es sich bei den Zahlen um vorläufig handle, schließlich seien Anmeldungen generell bis kurz vor Schulstart möglich.

Der generelle Trend bei den Schülerzahlen zeigt ein deutliches Nord-Süd-Gefälle: Während die nördlichen Bezirke generell eher ein Plus zu verzeichnen haben, zeigt die Tendenz im Südburgenland nach unten, vor allem im Bezirk Oberwart.