Wasserverband: Wirbel um Wasser

SPÖ-Mehrheit verändert sich zugunsten der ÖVP, einen Tag vor Versammlung sagte der Obmann ab.

Michael Pekovics
Michael Pekovics Erstellt am 21. Dezember 2016 | 10:50
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„Stimmanteile sind jährlich neu zu berechnen, Mitgliederversammlung ist notwendig“, sagt Stadtchef Georg Rosner.
Foto: BVZ

Ausgerechnet vor Weihnachten gehen die Wogen im Wasserverband Südliches Burgenland hoch, weil die für 3. Dezember vorgesehene Mitgliederversammlung von Obmann und Bürgermeister Johann Wallner (SPÖ) einen Tag zuvor kurzerhand abgesagt wurde. „Ich habe die Sitzung abgesagt, weil einige Dinge nicht passen. Jetzt warte ich auf Stellungnahmen der übergeordneten Stellen, mehr gibt es dazu von meiner Seite nicht zu sagen – was in Eisenstadt passiert, entzieht sich meiner Verantwortung“, hält sich Wallner bedeckt.

Sein Stellvertreter, Oberwarts Bürgermeister Georg Rosner (ÖVP), reagiert hingegen scharf auf die Absage der Sitzung: „Die Periode ist ausgelaufen, der Voranschlag ist zu beschließen, Neuwahlen sind zu machen – ich weiß nicht, warum das jetzt verschleppt wird.“

Mehrheit wechselt von der SPÖ zur ÖVP

Möglicher Hintergrund der Absage könnte sein, dass sich mit Ablauf dieser Periode die Mehrheitsverhältnisse von SPÖ zu ÖVP ändern werden – voraussichtlich. Grund dafür sind die Gemeinden Mischendorf und Oberwart, die bei der Gemeinderatswahl 2012 von der ÖVP „gedreht“ wurden. Außerdem sind, so Rosner, die Stimmanteile jährlich neu zu berechnen: „Nach dem Verbrauch und nicht nach den Einwohnern: Wer zahlt, schafft an.“

Laut Wallner gibt es bereits einen Termin für die nächste Versammlung, Rosner wusste am Montag noch nichts davon. Einladungen müssen eine Woche vorher verschickt werden.