Muss der Franziskushof schließen?. Tierschutz Verein „Tierasyl International“ verkündet geplante Schließung. Kurz darauf rudert Betreiberin zurück. Im Raum steht die Frage nach 500.000 Euro Spendengeldern.

Von Vanessa Bruckner. Erstellt am 21. April 2018 (05:35)
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Ein Facebook-Post bringt den Stein ins Rollen. „Der Franziskushof schließt seine Pforten, da es der Obfrau nicht mehr möglich ist, ihn weiter zu führen“ - so der Wortlaut des Beitrages. Weiters sucht man nach „liebevollen Endplätzen“ für die rund 30 Tiere, die aktuell am Hof leben.

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Bei einem Lokalaugenschein bestätigt eine Mitarbeiterin gegenüber der BVZ die geplante Schließung der privaten Unterkunft für Tiere in Not. Tags darauf scheint allerdings plötzlich keine Rede mehr von einer Schließung zu sein. Die BVZ erreicht Obfrau und Betreiberin Ilona Marschall via Telefon. „Wir haben eventuell eine andere Lösung in Aussicht. Der Beitrag auf Facebook hat viele Leute erreicht“, so Marschall.

Was wurde aus den 500.000 Euro Spenden?

Fakt ist: Der Beitrag auf Facebook scheint auch bei vielen die Frage nach den 500.000 Euro, die eine anonyme Spenderin vor drei Jahren für die Finanzierung und den Umbau des Franziskushofes gespendet hatte, aufgeworfen zu haben. Kritiker sind der Meinung, dass die Unterkünfte der Tiere mangelhaft sind und oft kein Geld für Tierarztkosten da sei. Betreiberin Ilona Marschall wollte weder zu den Vorwürfen noch zur „neuen Lösung für den Hof“ Stellung nehmen. Die zuständige Landesrätin Verena Dunst meinte dazu: „Das Land wurde bis dato noch nicht von einer Schließung in Kenntnis gesetzt. Sollte dem so sein, hoffe ich, dass die Verantwortlichen des Vereins die BH Oberwart zeitnah davon in Kenntnis setzt, damit das Land Burgenland seinem gesetzlichen Auftrag nachkommen und die übrig gebliebenen Tiere im Tierheim Sonnenhof unterbringen kann.“