„Jetzt geht die Ära Habesohn zu Ende“. Nach Mathias verlässt auch sein Bruder Dominik Habesohn den UTTC Oberwart. Nun will man Nachwuchs fördern.

Von Daniel Fenz. Erstellt am 26. März 2021 (01:30)
Begrüßten den Neuen in Guntramsdorf: Leopold Schissler, Christoph Lehner und Gerhard Zöchmeister mit Neuzugang Dominik Habesohn (v.l.).
Strelec, Strelec

Obmann Franz Felber stellte bereits zu Beginn der Pandemie jedem Spieler frei, den Verein nach Ende der Saison zu verlassen. Nach Mathias Habesohn – er wurde zum Nationalteam-Chef beordert (die BVZ berichtete) – verlässt mit Juni nun auch Bruder Dominik den Oberwarter Verein.

Dominik Habesohn unterschrieb beim 2. Bundesligaverein Guntramsdorf und soll dort die junge Truppe zum Aufstieg führen. „Jetzt geht die Ära Habesohn zu Ende“, erklärte Felber, der natürlich dem Abgang nachtrauert, aber meint: „Wenn er es sich verbessern kann, hindern wir keinen Spieler, uns zu verlassen“, so der Obmann.

Neues Team soll für die Zukunft entstehen

In Zeiten von „Covid-19“ geht es Felber darum, wie ein guter Kader finanziell leistbar sei. Für die Zukunft bereitet er schon ein schlagkräftiges Team vor. „Oberwart ist bekannt dafür, dass wir es mit der Jugend versuchen. Es geht nun darum, nachhaltig eine gute Mannschaft aufzubauen und mit Österreichern zu agieren“, erklärt der Klubchef. Für Felber zählt vor allem, dass der Teamgeist passt, der Oberwarter sieht den Wechsel als „Win-Win-Situation“ für alle. „Wir hatten nie Probleme miteinander. Unser Ziel ist es, ein Dream-Team für die Zukunft aufzubauen. Ich hoffe, dass ich den Traum bald verwirklichen kann.“

Zurück zu Habesohn: Seine Karriere – Europameister, dreifacher Doppel-Staatsmeister (zuletzt 2020) und zweifacher Vize-Staatsmeister im Einzel – ist eine Erfolgsgeschichte, wie man sie nur selten sieht. Der jüngere Bruder von Deutschland-Legionär Daniel Habesohn ist selbst langjähriger Nationalteamspieler. In der kommenden Saison wechselt der 32-Jährige nach 13 Jahren in der höchsten Spielklasse eben zum TTC Guntramsdorf.