Toter als Falschparker? Anzeige gegen Spitzenbeamten

Erstellt am 25. Jänner 2017 | 05:56
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Anstatt das Strafmandat wegen Falschparkens über 78 Euro zu zahlen, soll der Beamte einen kürzlich Verstorbenen angegeben haben.
Foto: bilderbox
Anzeige gegen Spitzenbeamten aus der Region: Er soll bei einer Lenkerauskunft einen Toten als Fahrer angegeben haben.
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Sollten sich die Vorwürfe bewahrheiten, dann kommen auf einen Beamten aus dem Bezirk Oberwart, der im Bezirk Güssing tätig ist (Name der Redaktion bekannt), unruhige Zeiten zu. Der Mann wurde nämlich angezeigt, weil er im Rahmen einer von der Polizei angeforderten Lenkerauskunft einen bereits verstorbenen Mann als Lenker angegeben haben soll.

Schwager des Verstorbenen verlangte Auskunft

Beim Delikt handelt es sich um Falschparken im 1. Wiener Gemeindebezirk, das Strafausmaß beträgt 78 Euro (Anmerkung: Die Strafverfügung liegt der BVZ vor). Seitens seiner Vorgesetzten wird die Anzeige zwar bestätigt, nähere Informationen dazu gibt es aber nicht. Nur so viel war zu erfahren, dass der Fall an die Landespolizeidirektion Burgenland weitergeleitet wurde.

Dort wird jetzt gegen den Spitzenbeamten ermittelt, Details sind noch nicht bekannt. Ins Rollen kam die Angelegenheit, weil der Schwager des Verstorbenen, der zum Zeitpunkt des Delikts noch gelebt hatte, beim Magistrat in Wien Auskunft verlangte. Dort wurde ihm mitgeteilt, wer die Lenkererhebung ausgefüllt hatte. „Eine Frechheit sondergleichen einen Toten anzugeben“, ärgert sich der Anzeiger (Name der Redaktion bekannt) im Gespräch mit der BVZ.

Für den Verdächtigen gilt die Unschuldsvermutung.

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