Willersdorfer Schlucht: Kritik nach Sendung "9 Plätze, 9 Schätze"

Für den Sieg in der ORF-Sendung „9 Plätze -9 Schätze“ hat es nicht gereicht. Der Touristen-Ansturm ist trotzdem groß wie nie, und das sorgt jetzt für Kritik.

Erstellt am 29. Oktober 2021 | 05:42
Symbolbild Wandern
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Foto: shutterstock.com/JGA

Die Willersdorfer Schlucht ist seit jeher ein Touristenmagnet. Der richtig große Ansturm kam aber erst in den vergangenen Wochen. Grund dafür ist die Teilnahme an der ORF-Sendung „9 Plätze - 9 Schätze“, wo die Willersdorfer Schlucht als Vertreter des Burgenlandes ins Rennen gegangen ist.

Für Grünen-Gemeinderat Wolfgang Spitzmüller ein Segen, dass die Schlucht nicht als Sieger der Show hervorgegangen ist, denn „wir haben bereits jetzt, seitdem klar ist, dass wir im Finale stehen, eine Verzehnfachung der Autos vor Ort. Wir haben aber keinen Platz für so viel Autos“, kritisiert Spitzmüller den ungezügelten Ansturm.

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„Wenn Geheimtipps zum Hype werden, dann hat das halt auch seine Schattenseiten“, meint Spitzmüller und fordert ein Konzept, um den Platz zu schützen. Im Interesse eines sanften Tourismus.“ Mit der Regulierung von Autoströmen, mehr Parkflächen, Infotafeln und mehr Mülleimern, so Spitzmüller, könne die Situation verbessert werden.


Bürgermeister kündigt Lösung an

Auch Bürgermeister Hans Unger weiß um die Problematik Bescheid und hat bereits eine Lösung angekündigt: „Wir werden in den nächsten Wochen die öffentlichen Parkflächen, von denen es genügend gibt, markieren. Weiters werden wir die Polizei beauftragen, dass das Fahrverbot zur Schlucht genauer kontrolliert wird“, so Unger, der sich „bemühen will, um den Anrainern die Mehrbelastung zu nehmen.“

Unger will aber auch betont haben, dass die Situation nicht so dramatisch ist, wie sie vielleicht dargestellt wird. „Ich bin selbst zwei bis drei Mal pro Woche vor Ort und sehe zwar, dass viel los ist, aber die Schlucht ist nicht überlaufen.“

Erst kürzlich wurden rund 70.000 Euro von Gemeinde, Land und Wildbachverbau in die Sanierung von Hochwasserschäden der Willersdorfer Schlucht investiert.