Raika sperrt zu: Zu „Nikolo“ ist Schluss. Die Raiffeisenbank Burgenland Mitte setzt ihr neues Bankstellenkonzept um. Ortschef Christian Pinzker bedauert.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 01. Dezember 2019 (03:20)
Symbolbild
APA, Helmut Fohringer

Ab Dezember setzt die Raiffeisenbank Burgenland Mitte nur mehr auf sieben Standorte. Die Gründe sind einerseits der steigende Kostendruck, andererseits der stärker werdende Kundenwunsch auf professionelle Beratung durch Spezialisten. Betroffen von dieser Umsetzung ist auch die Zweigstelle in Unterkohlstätten.

Die Bank öffnet am Freitag, dem 6. Dezember, zum letzten Mal. „Immer mehr Kunden nützen das Online- und SB-Angebot in den Bankstellen und können damit unabhängig von Zeit und Ort ihre Bankgeschäfte erledigen“, erklärt Direktor Adalbert Renner. Die hohen, gesetzlichen Anforderungen an Ausbildung und Wissen der Berater in den Bereichen Wertpapiere, Versicherung und Kredit sowie die damit einhergehende Spezialisierung könne nur in größeren Teams erfüllt werden.

Die Bevölkerung sollte die nächstgelegene Bankstelle in zehn Autominuten erreichen. Für Kunden mit eingeschränkter Mobilität bietet die Raiffeisenbank in den von der Schließung betroffenen Gemeinden wie Unterkohlstätten einen kostenlosen, wöchentlichen Shuttledienst zur Fahrt in die nächste Bankstelle an. Bürgermeister Christian Pinzker weiß, „dass die Schließung für unsere Gemeinde ein großer Nachteil ist. Wir versuchen aber, das Beste daraus zu machen und werden Ersatz schaffen.“

Pinzker spricht dabei das
Aktiv-Taxi an, das die Leute bei Bedarf zur Raiffeisenbank nach Bernstein oder Lockenhaus fährt. Ebenso ist ein Bankomat im Ort im Gespräch. „Derzeit wird eruiert, ob wir als Gemeinde diesen auch wirtschaftlich führen könnten und wo dieser installiert wird.“