Aschauer Ortsvorsteherin: „War begeistert von so viel Initiative“

Erstellt am 18. August 2022 | 06:35
Lesezeit: 3 Min
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Felix, Marie-Sophie und Anna-Lucia sammelten in ganz Aschau Unterschriften. Sie forderten unter anderem mehr Bienenhotels und weniger Asphalt im Dorf, dafür aber mehr Blumenwiesen. Diese Unterschriftenliste überreichten sie dann Vizebürgermeisterin Ingrid Ulreich.
Foto: A. Kunczer
Drei Kinder aus Aschau überreichten Ortsvorsteherin Ingrid Ulreich eine Unterschriftenliste. Ihre Forderung: mehr Umweltschutz in der Gemeinde.
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Felix, Marie-Sophie und Anna-Lucia zeigen schon in jungen Jahren großen Einsatz. „Völlig überraschend“, erzählt Ortsvorsteherin Ingrid Ulreich, „überreichten sie mir kürzlich eine Unterschriftenliste.“ Die drei wollen sich nämlich für die Tier- und Pflanzenwelt in der Gemeinde einsetzen und in Zukunft etwas verändern.

Aus diesem Grund haben die jungen Naturschützer Unterschriften in ganz Aschau gesammelt. Diese wurden dann stolz an Ulreich übergeben, die auch als Naturpädagogin im Einsatz ist. Dementsprechend groß, war die Freude über das große Engagement der noch jungen Bewohner. „Ich war begeistert von so viel Initiative“, so Ingrid Ulreich. Insgesamt haben die Kinder mehr als 40 Unterschriften gesammelt. „Wir haben auch Personen im Ort gefragt, die wir nicht so gut kennen“, erzählen die drei jungen Umweltschützer begeistert von ihrer Aktion.

„Diese Initiative gehört unterstützt. Es ist schön, dass die Kinder in diesem Alter bereits dieses Bewusstsein erlangt haben. Ein Bewusstsein, das auch Gehör findet“, so die Mutter einer Initiatorin.

Die Palette an Naturschutz-Maßnahmen, die man im Ortsteil bislang gesetzt hat, ist groß. „Wir haben Insekten- und Bienenhotels errichtet, die einen geeigneten Lebensraum für die verschiedensten Bienenarten, angefangen von der Honigbiene, bis hin zur Sand- und Holzbiene, bieten sollen. Außerdem wurde gemeinsam mit den Kindern eine Blumenwiese als Lebensraum für die verschiedensten Tier- und Pflanzenarten angelegt. Die Samen für die bienenfreundliche Blumenwiese stammen von unseren heimischen Biobauern“, erzählt Ingrid Ulreich.

Die Blumenwiese soll in Zukunft mit Spiel- und Turngeräten ausgestattet werden, sodass sich die Kinder im Freien an verschiedenen Stationen austoben können. Auch ein Vogelstimmenwanderweg ist in Planung. Gerade ist man außerdem dabei eine über 100 Jahre alte Linde in der Gemeinde zu retten.

Ingrid Ulreich will als ausgebildete Naturpädagogin auch Vorbild für die Kinder in Sachen Natur- und Umweltschutz sein. In den letzten zwei Ferienwochen veranstaltet sie daher wieder eine Naturerlebniswoche, wo die Kinder täglich von 8 bis 14 Uhr die Natur mit allen fünf Sinnen erforschen können. Zusätzlich bringen Biologen und Guides den Kindern die Natur spielerisch näher. Jedes Jahr nehmen rund 40 Kinder an der Kindererlebniswoche teil.

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