Leben der „Legende“ „Ernő bácsi“ verfilmt

Erstellt am 29. Mai 2022 | 05:18
Lesezeit: 2 Min
Für die burgenland-ungarische Kultur ist Unterwarts Altbürgemeister Ernő Szabó, besser bekannt als „Ernő bácsi“, eine Institution. Im Zuge dessen wurde sein Leben verfilmt – mit kürzlich erfolgter (erfolgreicher) Filmpräsentation.
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„Ernő bácsi – Unterwart 90 Jahre“ ist der Titel des Dokumentarfilms, welcher am 22. Mai im Kulturhaus Unterwart präsentiert wurde. Der Film gibt einen Einblick in das Leben von Ernő Szabó, allseits bekannt als Ernő bácsi, in seine Anstrengungen zur Erhaltung der burgenland-ungarischen Kultur sowie in die Geschichte seines Heimatortes Unterwart. Der Dokumentarfilm ist ein Werk von Jennifer Vass und Tamás Medgyessy –und wurde damit kürzlich vorgestellt.

Die Filmpremiere im Kulturhaus erfolgte vor vollem Haus. Freilich auch anwesend mit flotten 90 Jahren: Ernő bácsi höchstpersönlich! Der Film über das Leben von Ernő Szabó gibt viel her. Kein Wunder – Szabo war Gründungsmitglied des burgenländisch-ungarischen Kulturvereins und war als Bürgermeister maßgeblich an der Dorfentwicklung von Unterwart beteiligt.

Er war zudem Mitglied des Theatervereines, des Männergesangsvereins, des örtliches Wasserverbandes und der Freiwilligen Feuerwehr Unterwart. Den meisten ist er als Mitbegründer des Heimathauses Unterwart bekannt, dessen Obmann er mehr als 30 Jahre hindurch war. In seiner Funktion beim BUKV war er Hauptaktivist, weshalb sich die Unterwarter Kulturvereine zu dieser Film- und Projektkooperation zusammenschlossen.

Die Hauptprotagonisten bei der „Filmzusammenstellung“ waren die Genannten Vass (Regie), Medgyessy (Kamera), Carmen Prascaics (Drehbuch) und klarerweise Ernő bácsi, der nach eigener Aussage gemäß, das Projekt sehr genoss.

Ernő bácsi war besonders wichtig, das Weitergeben von Geschichte: „Es liegt mir sehr am Herzen, dass auch die Jugend die Geschichte der burgenländischen Ungarn kennenlernt und die Vergangenheit von Unterwart nicht in Vergessenheit gerät.“ Mit dem Film soll das gelingen. Was auch Regisseurin Vass bestätigt: „Er hatte so viel zu sagen, so viel zu erzählen und so viele wertvolle Gedanken, dass es schade gewesen wäre, diese der Welt vorzuenthalten.“

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