Megaprojekt Hochwasserschutz ist fertig. Die Bauarbeiten sind abgeschlossen, der Fischaufstieg fließt. Eisenzicken ist „regenfest“. Kostenpunkt: Noch unbekannt.

Von Vanessa Bruckner. Erstellt am 16. September 2020 (06:04)
Symbolbild
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Gut Ding braucht Weile, groß Ding gut eineinhalb Jahre. 2018 starteten die Vorbereitungen für die Bauarbeiten des Hochwasserschutzes in der Gemeinde Eisenzicken, 2019 rollten die Bagger an. Jetzt ist man fertig und der Ort hoffentlich für die Zukunft vor Überflutungen geschützt.

Bürgermeisterin Klara Liszt: „Es wurden ein Damm, ein Biotop und ein Fischaufstieg errichtet. Der Zickenbach hat im Laufe der Jahre wirklich viele Gebiete und Häuser geflutet, wir mussten handeln. Im Laufe meiner dreijährigen Amtszeit gab es zwar Gott sei Dank noch kein Hochwasser, aber durch den Hochwasserschutz sind wir jetzt auf der sicheren Seite.“

Das Hauptproblem war, so die Ortschefin, die Wassermassen, die bei Starkregen aus Sankt Martin über den Zickenbach Teile der Ortschaft fluteten. Der Damm soll jetzt Abhilfe schaffen. Ein großer und auch recht teurer Brocken war der damit verbundene Bau eines sogenannten Fischaufstiegs, um Fischen im Rahmen ihrer Wanderung die Überwindung von Stauwehren oder eben Dämmen zu ermöglichen.

Liszt dazu: „Die Anlage hat viel Planungszeit benötigt, aber wird bereits jetzt von der Bevölkerung als Naherholungsgebiet genutzt. Wir wollen noch Sitzbänke dort aufstellen, denn die Gegend am Wasser lädt herrlich zum Verweilen ein.“

Baukosten: Über eine Million investiert

Die offizielle Eröffnung soll im Rahmen einer Veranstaltung Mitte Oktober erfolgen. Eine konkrete Zahl zu den endgültigen Kosten für das Mammutprojekt konnte die Bürgermeisterin noch nicht beziffern, sagte aber: „Wir haben definitiv mehr als eine Million Euro investiert“, so Liszt.