Spendenaktion für die „Heimat“

Erstellt am 01. März 2022 | 16:39
Lesezeit: 2 Min
Hilfe UKraine
Diàna Ròzsa, Katerina Zakorko, Gerhard Szabo, Yuliya Szabo und Gàbor Ròzsa (v.l.) sammeln in Unterwart für die Kriegsopfer Sachspenden, die der medizinischen Erstversorgung dienen. Die Hilfsgüter bringt das engagierte Team am kommenden Samstag, 5. März, selbst bis an die ukrainische Grenze.
Foto: Carina Fenz
In Unterwart sammelt Yuliya Szabo, die selbst aus der Ukraine stammt, Spenden für ihre Landsleute in Not.
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Die Spendenaktion für die ukrainischen Kriegsopfer im südburgenländischen Unterwart hat auch einen sehr persönlichen Hintergrund. Yuliya Szabo, die seit 17 Jahren in Österreich lebt und in Unterwart einen Bauernhof betreibt, stammt nämlich selbst aus der Ukraine, viele ihrer Familienangehörigen leben seit Ausbruch des Krieges dort jetzt in Angst und Schrecken.

„Ich kann nicht einfach hier sitzen und abwarten, wie es weitergeht, ich muss etwas tun“, erklärt Szabo. Die Unterwarterin startete deshalb ebenfalls einen Spendenaufruf für die Kriegsopfer und sammelt explizit Medikamente und alles, was zur medizinischen Erstversorgungen vor Ort benötigt wird: Erste-Hilfe-Koffer, Bandagen, Schmerzmittel, sterile Wundauflagen oder Blutdruckmessgeräte – eine genaue Liste mit Dingen, die man spenden und bei Yuliya Szabo in Unterwart abgeben kann, findet man auf der Facebook-Seite „Szabo Bauernhof“ - plus die Kontaktdaten.

Die Ukraine ist das Schutzschild Europas gegen Russland Yuliya Szabo

Am vergangenen Dienstag hat die gebürtige Ukrainerin bereits eine erste Lieferung an Hilfspaketen bis nach Ungarn geliefert. Die nächste große Lieferung in Richtung Kriegsgebiet ist für kommenden Samstag, 5. März, geplant. „Wir fahren dann über Polen rüber an die Grenze, konkret nach Lemberg. Von dort holt die Sachen dann eine Bekannte ab und bringt sie nach Kiew.“

Yuliya Szabo: „Es ist schlimm zu wissen, dass meine Familie noch dort ist. Ich wollte sie abholen, aber sie leben am Land, direkt bei der russischen Grenze. Aktuell können sie nicht weg und Gott sei Dank ist es dort momentan noch ruhig. Natürlich mache ich mir trotzdem riesige Sorgen um sie, aber wir sind in ständigem Kontakt und ich hoffe, dass der Wahnsinn bald ein Ende hat. Die Ukraine ist das Schutzschild Europas gegen Russland. Wenn meine Landsleute jetzt nachgeben, dann ist vielleicht bald schon viel mehr verloren. Sie brauchen unsere Hilfe. Dringend.“

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