Erneut Hochwasser im Südburgenland

Über dem Burgenland sind ab dem späten Montagnachmittag erneut heftige Unwetter mit Starkregen und teilweise auch mit Hagel niedergegangen. Besonders betroffen waren mehrere Gemeinden in den Bezirken Oberwart und Güssing.

Aktualisiert am 18. August 2020 | 07:28
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An die 40 Feuerwehren waren nach Angaben der Landessicherheitszentrale (LSZ) Burgenland ausgerückt, sie wurden zu rund 125 Einsätzen gerufen.

Gegen 16.30 Uhr wurden die ersten Feuerwehren alarmiert. Die letzten Kräfte rückten um etwa 23.30 Uhr ein. Das Hauptzentrum der Gewitterzelle lag nach Angaben der LSZ über den Gemeinden Litzelsdorf und Oberdorf im Bezirk Oberwart sowie den Gemeinden Olbendorf, Ollersdorf und Stinatz im Bezirk Güssing.

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"Dort waren Straßen überflutet und Keller auszupumpen", schilderte eine LSZ-Sprecherin. In Litzelsdorf trat beim Öltank eines Hauses Öl aus. In Olbendorf kam es zu einer Hangrutschung, wodurch eine Straßensperre notwendig war.

Besonders stark war auch der Ortskern von Ollersdorf betroffen. "Das Rückhaltebecken in Ollersdorf ist randvoll, der Ortskern steht unter Wasser", heißt es von Bezirkspressereferenten Andreas Popofsits. Rund 25 private Haushalte in den drei Ortschaften sind ebenfalls betroffen. 

Große Schäden in Landwirtschaft

Nicht nur das Südburgenland, der gesamte Süden Österreichs wurde am Montag von starken Unwettern heimgesucht. Starkregen und Hagel verwüsteten neben dem Südburgenland vor allem in Kärnten und in der Steiermark Agrarflächen von rund 7.000 Hektar, so die Hagelversicherung (ÖHV). Geschädigt wurden Wein-, Obst- und Gemüsekulturen sowie Acker- und Grünlandflächen. Der Gesamtschaden dürfte laut ÖHV bei 2,5 Mio. Euro liegen.

Betroffen waren die Bezirke Oberwart und Güssing, in Kärnten die Bezirke Sankt Veit an der Glan und Klagenfurt-Land. In der Steiermark wurden die Bezirke Murtal, Leoben, Südoststeiermark, Graz-Umgebung, Leibnitz und Weiz von den Unwetterzellen heimgesucht, berichtete die Hagelversicherung am Montagabend in einer Aussendung.