Schlachtfeld Willersdorfer Schlucht: Enorme Schäden. Die Willersdorfer Schlucht wird nach starken Regenfällen zwei Wochen gesperrt. Man rechnet mit Kosten bis zu 30.000 Euro.

Von David Marousek und Daniel Fenz. Erstellt am 28. August 2021 (05:03)
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So sah die Schlucht nach den Regenfällen aus. Brücken wurden zerstört, der Schlamm suchte sich seinen Weg in der Schlucht.
Ernst Karner

Die größten Schäden richtete das Unwetter am vergangenen Wochenende in der Willersdorfer Schlucht an. Innerhalb kürzester Zeit fielen bis zu 60 Liter Regen pro Quadratmeter. Der Willersbach – ein Wildbach – konnte diese Menge nicht vollständig aufnehmen, es kam zur Überschwemmung mit verheerenden Folgen: Wanderwege und auch Stege wurden zerstört. Das beliebte Ausflugsziel wird nun für rund zwei Wochen gesperrt.

Naturjuwel zur Gänze wiederherstellen

Im Gespräch mit der BVZ erzählt Ortsvorsteher Ernst Karner: „Wir schauten uns die Schäden bereits an, damit wir wissen, um welchen Betrag es sich hier handelt. Es sind 70 Prozent der Rad- und Gehwege zerstört, darunter befinden sich aber auch vier Brücken.“ Nach seinen Berechnungen und in Absprache mit Bürgermeister Hans Unger dürften sich die Kosten zwischen 20.000 und 30.000 Euro belaufen, damit das Naturjuwel zur Gänze wiederhergestellt ist. Zwei Rückhalteanlagen müssen gesäubert werden, „gäbe es diese nicht, dann wäre Willersdorf überflutet worden“, so Karner.

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BVZ

Die Wildbachverbauung wird Geld aus seinem Katastrophenmittel-Fond beitragen, Gespräche dazu erfolgen gestern, Mittwoch, nach Redaktionsschluss. Karner geht es darum, dass die Schlucht so rasch als möglich wieder „hergestellt wird“, da man in der ORF-Show „9 Schätze/9 Plätze“ als eine von drei burgenländischen Orten Ende September zur Wahl stehe. „Bis dahin soll die Schlucht wieder ein Naturjuwel sein.“

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BVZ

Abgesehen von Willersdorf, kam es am vergangenen Wochenende im Bezirk zu wenig Unwetterschäden. „Vieles hat die Steiermark erwischt, wir waren da etwas verschont. Wir hatten in Oberschützen und Oberwart jeweils einen Brandeinsatz, der Rest bestand aus kleineren Alarmierungen“, erklärte Kinelly gegenüber der BVZ.