Umfrage in Oberwarter Schulen nicht erlaubt. Der Landesschulrat erteilte einer geplanten Umfrage der Stadtgemeinde in Oberwarter Schulen eine Absage.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 19. Dezember 2018 (05:07)
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Sieht parteipolitisches Kalkül hinter dem Verbot der Umfrage. VP-Jugendgemeinderat Stefan Rath.
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Die Stadtgemeinde Oberwart plante eine Umfrage in den Schulen von Oberwart, um die Schülerinnen und Schüler aktiv in die Jugendpolitik in Oberwart mit einzubinden. Die Umfrage hätte im Zuge eines Projekts der SPÖ-Landesrätin Eisenkopf und in Kooperation des Vereins Boja durchgeführt werden sollen. Der Landesschulrat hat diese Jugendumfrage aber nicht erlaubt.

Ziel: Jugendliche in politischen Alltag einbinden

Als Begründung wird angeführt, dass sie keinen pädagogischen Mehrwert in der Umfrage sieht und auch keinen weiteren Nutzen in der Umfrage sieht. „Ich finde es sehr bedauerlich, dass der Landesschulrat kein Interesse an der Partizipation der Schüler hat. Die Umfrage hatte den Sinn, die Wünsche der jungen Menschen in Oberwart zu hören und danach zu handeln. Ich verstehe die Argumentation, dass es pädagogisch keinen Mehrwert hat, es war auch nicht der Sinn der Umfrage“, ist Jugendgemeinderat und JVP-Bezirksobmann Stefan Rath enttäuscht.

Der Sinn war, die Jugendlichen in den politischen Alltag einzubinden. In einer Zeit der Politikverdrossenheit müsse man alles tun, die Politik wieder greifbar zu machen. „Anscheinend redet die SPÖ Burgenland nicht miteinander. Der eigene Rote Landesschulrat behindert so ein Projekt der SPÖ-Landesrätin“, so Rath.

Dazu sagt Bildungsdirektor Heinz Zitz: „Die Fragebögen werden von der Schulpsychologie und der Schulaufsicht begutachtet. Wenn diese eine Umfrage nicht genehmigen, halte ich mich an die Anweisungen meiner Beamten. Umfragen werden nur dann erlaubt, wenn sie von der Gemeinde beauftragt und schulrelevant sind.“