UTTC Oberwart : Mehr als nur ein Sport

Ein herausforderndes Jahr liegt hinter dem UTTC Oberwart – jetzt hofft man auf einen guten Saisonstart im Herbst.

Erstellt am 09. August 2021 | 05:17

OBERWART Tischtennis – eine Sportart, die jeder ausüben kann, egal ob als Hobby oder als Leistungssport. „Der Spaß am Sport und der Zusammenhalt machen uns aus. Bewegung ist gesund und beim Tischtennis gibt es einfach keine Grenzen“ berichtet Franz Felber, Obmann vom Union Tischtennisclub Oberwart begeistert.

Als der Tischtennisverein im Jahre 1990 gegründet wurde, gab es vor allem ein Ziel: den Jugendlichen eine sinnvolle Beschäftigung zu geben. „Wir wollen sie zur Bewegung anregen und außerdem dem Drogenkonsum, der nach wie vor ein Thema bei Jugendlichen ist, entgegenwirken“, so Gründungsmitglied Franz Felber. Man erkennt also, dass die Jugendarbeit dem Verein sehr am Herzen liegt. In der Vergangenheit wurden immer wieder Schulen besucht und Kinder mit dem Sport vertraut gemacht. „Nachdem ich selbst schon so lange dabei bin, macht es mir Spaß, mit den jungen Menschen zu arbeiten“ erzählt Felber. Im Verein finden sich aber neben Kindern auch so gut wie alle anderen Altersgruppen. Behindertensport wird ebenfalls ausgeübt. Tischtennis ist für jeden geeignet, ungeachtet des Alters, wie der Obmann betont: „Viele unserer Senioren sagen, dass Tischtennis für sie die beste Medizin ist, um beweglich zu bleiben.“ Einen Tipp für alle Anfänger hat Michael Seper, Spieler beim UTTC: „Einfach einmal den Sport ausprobieren und wenn es Spaß macht, Gas geben.“

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Auch die Leistungssportler sind mit großem Enthusiasmus dabei und bringen dem Verein etliche Erfolge ein. „Im Burgenland haben wir alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt“, schmunzelt der begeisterte Obmann und Spieler Franz Felber. Der UTTC ist regierender Landesligamannschaftsmeister im Burgenland, wurde 2018 Intercup-Sieger und ist auch im österreichischen Spitzensport ganz oben. Über seine Erfahrungen im Tischtennis spricht Spieler Michael Seper: „Der Sport bringt Abwechslung und man lernt viele Menschen kennen. Gelernt habe ich durch Tischtennis mit Druck in knappen Situationen umzugehen.“ Der 19-Jährige spielt bereits, seitdem er vor zehn Jahren durch einen Freund zum Sport gekommen ist, beim Verein. Er gilt als aufsteigendes Talent und konnte bereits einige Erfolge, darunter Doppel-Bronze bei den Staatsmeisterschaften 2018 und 2019 erzielen. Außerdem wurde er burgenländischer Landesmeister in der Kategorie U21. Sein nächstes Ziel: „In der kommenden Saison mit meiner neuen Mannschaft im Unteren Play-off der 1. Bundesliga Herren vorne mitzuspielen.“

Die Corona-Pandemie hat dem UTTC einiges erschwert, denn der Verein stand, bis auf den Spitzensport, still. „Während den harten Lockdowns konnte ich fast gar nicht trainieren. Jetzt bin ich beim Heeressport und kann mich uneingeschränkt auf die Saison vorbereiten“ erzählt Seper weiter. Die Pandemie belastete auch die Finanzen. „Wir waren komplett eingeschränkt dadurch, dass wir zwar durch ganz Österreich zu den Bundesligaspielen fahren mussten, aber keine Veranstaltungen und somit auch keine Einnahmen hatten“ erinnert sich Franz Felber zurück. Er sieht darin ein großes Problem, denn an der Unterstützung fehle es ziemlich. „Die Vereine sind für das Gesundheitssystem eigentlich unverzichtbare Partner. Das Ehrenamtliche müsste öffentlich viel mehr geschätzt und mit Fördermitteln unterstützt werden“, meint der Tischtennis-Boss. Er wünscht sich ein Umdenken durch die Pandemie in dieser Hinsicht. Im Verein hofft man auf einen regulären Betrieb ab Herbst.