Bezirk Oberwart: Kriechspur liegt auf Eis

Erstellt am 14. April 2022 | 05:15
Lesezeit: 2 Min
Verkehr Verkehrsaufkommen Straßenverkehr Symbolbild
Foto: shutterstockc.com/Krasula
Die auf der B50 geplante Kriechspur zwischen Günseck und Bernstein wird es vorerst nicht geben. Das Land sieht aufgrund der gesunkenen Verkehrsfrequenz keinen Handlungsbedarf. Kritik hingegen kommt von VP-Verkehrssprecher Georg Rosner.
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2020 im Zuge der Präsentation des Landesstraßenbauprogramms angekündigt, ist in Selbigem 2022 keine Rede mehr davon. Die auf der B50 geplante Kriechspur zwischen Günseck und Bernstein, die auf dem unübersichtlichen Streckenabschnitt für mehr Sicherheit sorgen und den Verkehrsfluss erhöhen hätte sollen, liegt auf Eis, vorerst zumindest, teilte Baudirektor Wolfgang Heckenast mit.

Die Verkehrsfrequenzen seien seit Beginn der Pandemie laufend gesunken, darum habe man das Projekt auf „unbestimmte Dauer hinten angestellt, verfolge es aber weiterhin.“ Belegen will man den nicht dringenenden Handlungsbedarf mit Zahlen aus Verkehrsmessungen der letzten Jahre (siehe Infobox). Investieren wollte man rund 2,1 Millionen Euro.

Kritik an der „abgeblasenen“ Maßnahme kommt von VP-Verkehrssprecher Georg Rosner. „Dieser Sicherheitsausbau ist genau so wichtig, wie auch jener der S31. Man kann menschliches Leid und Kosten nicht in Relation stellen“, meint Rosner, der die gesunkene Verkehrsfrequenz auch als eine Erscheinung der Pandemie bezeichnet. „Wenn es in Richtung Normalität gehe, dann werde der Verkehr wieder zunehmen. Das Land ist den zahlreichen Pendlern aus dem Südburgenland, die tagtäglich auf der B50 unterwegs sind, diese Maßnahme schuldig“, ist Rosner überzeugt.

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