Anrainerbeschwerden sorgen für Sperre des Spielplatzes. Die Bauarbeiten am Spielplatz im Rehpark mussten aufgrund von Anrainerbeschwerden vorübergehend eingestellt werden.

Von Eva-Maria Leeb. Erstellt am 22. November 2018 (05:47)
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Spielplatz ohne Kinder. Erst nach einer notwendigen Bauverhandlung kann der Spielplatz frei gegeben werden.
zVg

Der Kinderspielplatz auf dem Gelände Rehpark in der Turbagasse war jahrelang Thema im Gemeinderat. Vor allem die ÖVP drängte auf eine Attraktivierung des Geländes.

Bauverhandlung wurde nicht einberufen

Diese wurde bei der Sitzung am 10. August einstimmig beschlossen. Nun gibt es aber aufgrund von Anrainerbeschwerden einen Baustopp. Eine notwendige Bauverhandlung hatte nicht stattgefunden.

Die ÖVP ist über das Versäumnis verärgert und hofft darauf, „dass alle Auflagen so rasch als möglich erfüllt werden und der Kinderspielplatz zeitnah fertiggestellt werden kann.“

NEOS-Gemeinderat Edi Posch sagt: „Diese Angelegenheit ist leider kein Ruhmesblatt für die Gemeinde. Zuerst dauert es Jahre bis zur Entscheidung für einen ordentlichen Kinderspielplatz und dann erfolgt eine höchst unprofessionelle Umsetzung.“ Dass dieses Projekt ohne Bauverhandlung gemacht wurde, sei falsch und liege in der Verantwortung des Bürgermeisters, „denn natürlich sind rechtliche Vorgaben einzuhalten.“ Das sollte gerade die Gemeinde als Baubehörde wissen und nicht selber einen ‚Schwarzbau‘ errichten. Diesen Ärger für die Bürger sowie die Zeitverzögerung mit den damit verbundenen zusätzlichen Kosten hätte man sich mit einem ordentlichen Projektmanagement ersparen können.“

„Dieser Umstand ist sehr bedauerlich. Ich hoffe, dass die ausstehenden Maßnahmen rasch ausgeführt werden, damit dieses bedeutungsvolle Projekt zügig zu Ende gebracht und realisiert werden kann.“ FP-Gemeinderat Thomas Supper

Grün-Gemeinderätin Mirjam Kayer meint: „Die Stadtgemeinde sollte aus solchen Fehlern lernen und im Vorhinein die notwendigen Maßnahmen setzen, um einen reibungslosen Umbau, ohne Baustopp zu gewährleisten.“

„Der Kinderspielplatz ist seit Jahren im Betrieb und somit keine Neuerrichtung. Daher war man der Meinung, dass hier keine neuerliche Bauverhandlung notwendig sei. Jetzt wissen wir es, weil auch die Anrainerrechte berücksichtigt werden müssen. Es wurden die Pläne für den Kinderspielplatz in Auftrag gegeben, eine Bauverhandlung wird möglichst zeitnah, bei Vorliegen der notwendigen Unterlagen, nachgeholt“, erklärt SP-Vizebürgermeister Franz Rechberger.